Erdkrötenpaar im Laichgewässer, Foto O. Reinhard
Am Ausgang des Winters wird jedes Jahr Ende Februar/Anfang März zum Schutz der unter Naturschutz stehenden Kröten, Frösche und Molche ein Fangzaun an der Parkstraße in Hankhausen vom Bauhof der Gemeinde aufgestellt. In eingegrabenen Eimern werden so die in den Wäldern des Eichenbruchs überwinternden Amphibien auf dem gefahrvollen Weg zu ihrem Laichgewässer gefangen und zu ihrem Schutz über die Parkstraße getragen. Die Straße "Am Eichenbruch" wird in der Zeit vom 15. Febr. bis 15. April zur Zeit der Amphibienwanderung von abends 19.00 bis morgens 07.00 Uhr auf jährlich neu zu stellendem Antrag des NABU Rastede für den Autoverkehr gesperrt. Ohne diese Hilfsaktionen würden Hunderte der geschützten Tiere vom Autoverkehr überrollt.
Kröteneimer, Foto U. Baumert
Das lokale Aussterben wäre dann die langfristige Folge.
Die Wanderzeit der Amphibien zu den Laichgewässern beginnt je nach Art und Witterung von Mitte Februar bis Mitte März und endet um den 15. April.
Die Tiere suchen sich für ihre Wanderung feuchte und frostfreie Abende und Nächte aus.
Die letztjährige Frühjahrswanderung der heimischen Kröten, Frösche und Molche in ihre Laichgewässer ist dank der Hilfe tierliebender Anwohner wieder ohne größere Verluste zu Ende gegangen. Von
der Familie Heinemann wurden die Tiere mit Eimern über die Parkstraße getragen. Die durch die Sperrung der Straße "Am Eichenbruch" vor dem Überfahren bewahrten Tiere können dort
nun nicht mehr gezählt werden. Für die Amphibien bedeutet das aber ein streßfreies Überqueren der Straße, zumal das Fangen in Eimern immer nur eine das Überleben sichernde Notlösung sein kann.
Das Schließen und Öffnen der Sperrböcke wurde vom NABU Rastede organisiert.