Die Rasteder Geestrandmoore dürfen kein

Industriegebiet werden !

Neben Abtorfung, Autobahnbau nun auch von Windenergie bedroht !

November 2015: Angesichts dieser Bedrohungslage hat sich die NABU-Ortsgruppe Rastede jeweils im Frühjahr der Jahre 2013 bis 2015 zur Aufgabe gemacht, eine GIS-gestützte Kartierung der Brutvögel im gesamten Ipweger Moor inclusive der relevanten Bereiche im Gebiet des Landkreises Wesermarsch vorzunehmen. Das Ziel ist eine Grundlage für Aussagen zur Brutvogelwelt des Ipweger Moores im Rahmen der Herausgabe eines semiwissenschaftlichen Kompendiums zu schaffen. 

(s. dazu auch eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes zum Ausbaupotenzial der Windenergie und die Forderungen des NABU dazu unter http://www.nabu.de/themen/energie/erneuerbareenergien/windkraft/15894.html)

Soll so die Zukunft des Ipweger Moores aussehen? Links über den Bäumen erkennt man den Wahnbeker Turm. Im Originalfoto vom März 2013 mit hunderten Wildgänsen sind die Windräder per Fotomontage (S. Lor
Soll so die Zukunft des Ipweger Moores aussehen? Links über den Bäumen erkennt man im Hintergrund schemenhaft den Wahnbeker Turm. Im Originalfoto vom März 2013 mit hunderten Wildgänsen ist ein Windpark per Fotomontage (S. Lorenz) dargestellt.

18.11.2013: In seiner Sitzung befasste sich der Bauauschuss der Gemeinde erstmalig mit der Thematik. Dazu trug der Vertreter der Planungsgesellschaft NWPdie Potenzialflächenstudie vor, in der er das Ipweger Moor wegen des hohen Naturpotenzials als ungeeignet für WKA bezeichnete. In der anschließenden Diskussion vertraten die Vertreter aller Ratsfraktionen die Meinung, dass die Windkraftplanung in das ausschließliche Recht der Gemeinde falle, zudem seien die ambitionierten Ziele des Landkreises zur Energiewende in Rastede bereits weitgehend erfüllt. Vorstellen konnten sich die Fraktionen ein Repowering auf dem Windkraftstandort Liethe. Im Frühjahr 2014 wolle man zu einer Entscheidung kommen.


2012/2013: Der NABU Oldenburger Land und der NABU Rastede warnen vor der Umsetzung der jetzt bekanntgewordenen Details zur landkreisweiten Windkraft-Potenzialstudie im Bereich der Rasteder Geestrandmoore. Darin sind große Flächen des Ipweger und -eingeschränkt- des Hankhauser Moores als potenzielle Standorte für Windparks vorgesehen. Beide Geestrandmoore verfügen über noch weitgehend unberührte Landschaften - mit die letzten in Rastede angesichts des immensen Flächenverbrauchs der letzten Jahre. Der ursprünglich richtige Gedanke, Windkraft als Teil der erneuerbaren Energien mit Blickrichtung auf den sich abzeichnenden Klimawandel zu fördern, gerät immer mehr in den Hintergrund. Investmentgesellschaften locken an windexponierten Standorten Kapitalanleger und Grundeigentümer mit hohen, staatlich geförderten Renditen und versuchen dann, ihr Konzept auf politischer Ebene durchzusetzen. Diese "Goldgräbermentalität" versucht derzeit eine Gesellschaft im Ipweger Moor umzusetzen. Dass man die Hochmoorlandschaft damit zu einem Industriegebiet degradieren würde, findet keine Erwähnung. 40-Tonner-LKW tragende massive Zuwegungen für die riesigen Bauteile müssen geschaffen und der moorige Untergrund bis in große Tiefen standfest für die bis 200 Meter hohen Türme gemacht werden. Allein die erforderlichen Entwässerungsmaßnahmen werden unübersehbare Folgen für die dort wohnenden Menschen und vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten haben.
So würde eine bisher relativ unberührte Naturlandschaft einschließlich des Naturschutzgebiets Barkenkuhlen in eine Industrielandschaft verwandelt werden. Alles unter dem Deckmantel des Klimaschutzes. Dabei ist die (Wind-) Energieplanung ein einziges Desaster. Bekannt ist, dass u. a. bereits in Ostdeutschland über Bedarf produzierter Windstrom über Polen und Tschechien unkontrolliert abfließen muß. Dort bringt er bereits die heimische Stromwirtschaft in erhebliche Bedrängnis (u. a. FAZ vom 21.12.2012: „Polen wehrt deutschen Windstrom ab“).
 So haben sich die Naturschützer die Energiewende nicht vorgestellt! Der hemmungslose Naturverbrauch geht ungeachtet aller wissenschaftlichen Erkenntnisse und Warnungen der Naturschutzverbände unvermindert weiter. Für die Gewinnmaximierung einiger Investmentfonds und -anleger ist uns unsere Natur zu schade. Auch nachfolgende Generationen haben Anspruch auf eine unverbrauchte und unverstellte Hochmoorlandschaft.

Und: auch wenn es Investoren und unkritische Politiker nicht gerne hören: Moore, also auch das Ipweger Moor, sind mit die letzten relativ ungestörten Rückzugsgebiete bedrohter Pflanzen- und Tier-, insbesondere Vogelarten, die Gefahr laufen, aus der Roten Liste gefährdeter Brutvögel als ausgestorben herauszufallen.

Strahlt dieser Blick in das Ipweger Moor nicht eine große Ruhe aus? Foto S. Lorenz

11. August: Mitgliederversamm-lung im Burghotel in Friesoythe

Klage gegen den Planfeststel-lungsbeschluss 1. Abschnitt ist eingereicht!

Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Der Verlauf durchs Lehmdermoor ist am 24.01. abgesteckt worden, Foto S. Lorenz
Der Verlauf durchs Lehmdermoor ist am 24.01. abgesteckt worden, Foto S. Lorenz

10. Juni: Lehrreiche Exkursion in die Gellener Torfmöörte

Hankhauser Moor: Landschafts- schutz mit 100 ha Torfabbau?

LK-Umweltausschuss billigt Kompromiss-vorschlag zur Klagevermeidung! s. Bericht!
LK-Umweltausschuss billigt Kompromiss-vorschlag zur Klagevermeidung! s. Bericht!

Windparks im Norden Rastedes: Angriff auf den Naturschutz!

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)

Erschreckend: In 30 Jahren ver- schwanden 3/4 unserer Insekten

Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)
Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)

Vogel des Jahres 2018: Der Star

Selbst er wird seltener! Foto F. Derer
Selbst er wird seltener! Foto F. Derer

Rastedes Verstädterung setzt sich ungebremst fort !

Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz

Das Amphibien-Ersatzbiotop ist bereits voller Kaulquappen!

Langfristig wird so das Überfahren der Amphibien an der Parkstraße verhindert, Foto: H. Lobensteiner
Langfristig wird so das Überfahren der Amphibien an der Parkstraße verhindert, Foto: H. Lobensteiner
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung des Amphibienteiches !
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung des Amphibienteiches !

Willkommen Wolf ?

Im Ammerland hat er leidvolle Erfahrungen gemacht: s. Stellungnahme des NABU-Landesverbandes Nds.,  Foto: C. Bosch
Im Ammerland hat er leidvolle Erfahrungen gemacht: s. Stellungnahme des NABU-Landesverbandes Nds., Foto: C. Bosch

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