V o g e l s c h u t z

Mehschwalbe beim Nestbau, Foto K. Karkow
Mehschwalbe beim Nestbau, Foto K. Karkow

Die Schwalben kommen!

Eine Aktion des NABU Rastede

Mehlschwalben an einer Lehmpfütze, Foto T. Mattern
Mehlschwalben an einer Lehmpfütze, Foto T. Mattern

Ein Bericht von Frank Lorenz

Der NABU Rastede beteiligt sich an einer niedersachsenweiten Aktion, die Lebensbedingungen für Schwalben genauer anzuschauen. Bestehende Kolonien sollen gesichert und neue Nisthilfen angeboten werden. Schwalben waren seit jeher Glücksbringer und kündigen den Sommer an. 

Da viele Hauswände dicht und glatt sind, kann die Schwalbe oftmals keinen geeigneten Nistplatz am Haus finden. Auch ist sie von vielen Menschen nicht erwünscht, weil sie ihren Kot am Haus hinterläßt. Dies ist aber keinesfalls ein Grund, die Nester zu beseitigen. Bei brütenden Vögeln kann dies eine Straftat sein. Die Aktion setzt genau hier an, die Schwalben als nützliche Insektenvernichter in ihrem Lebensraum zu fördern.
Kunstnester ermöglichen auch an glatten Hauswänden einen sicheren Halt für die Aufzucht der Brut. Darunter sollte man ein sogenanntes „Kotbrett“ anbringen. Der Abstand sollte aber mindestens 50 cm betragen, da die Mehlschwalben von unten anfliegen. Rauchschwalben brüten mehr im geschützten Stall, die Mehlschwalben unter dem Dachüberstand der Häuser. Weitere Infos und eine Broschüre zur Aktion können angefordert werden.
Der NABU sucht derzeit noch geeignete Standorte, wo früher Schwalben heimisch waren oder derzeit gesichtet werden, aber unzureichende Nistgelegenheiten vorhanden sind. Schwalben sind grundsätzlich nesttreu und kommen wieder zu ihrem alten Nest. Für den Nestbau brauchen Mehl- und Rauchschwalben Pfützen mit lehmigem Boden. Diese finden die Schwalben häufig nicht mehr vor.
Die Ortsgruppe Rastede möchte darüber hinaus an interessierte Mitbürger sogenannte "Doppel-Kunstnester" gegen eine Spende abgeben (Tel: 04402/4954). Diese Nester sollten bald angebracht werden, da täglich mit der Ankunft der Schwalben zu rechnen ist. Weitere Nisthilfen können im Handel erworben werden. Im Rahmen der Aktion ist vorgesehen, besonders schwalbenfreundliche Häuser mit einer Plakette auszuzeichnen. http://niedersachsen.nabu.de/aktionen/schwalben/

2016/2017/2018:Inzwischen ist die Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus" des NABU-Bundesverbandes auf örtlicher Ebene an den Biolandhof Steenken in Nethen, an die Familien Janßen und Heinemann in Hankhausen verliehen worden. In allen Fällen sind die Schwalben dort bereits seit Jahrzehnten regelmäßige Gäste und sorgen in der Brutsaison für reichlichen Nachwuchs.

Seltenes Ereignis: zwei Grauschnäpper-Pärchen

teilen sich ein Revier

Grauschnäpper mit Nachwuchs
Grauschnäpper mit Nachwuchs

 Nur 20 Meter voneinander entfernt, haben zwei Grauschnäpper-Pärchen in der Rasteder Mühlenstrasse in an Haus- und Garagenwand angebrachten Halbhöhlenkästen Nester gebaut und ihren Nachwuchs großgezogen. Aus beiden Kästen sind jeweils drei junge Grauschnäpper um den 20. Juni 2012 herum ausgeflogen. Eine kleine Videosequenz unten zeigt die Fütterung der Jungen kurz vor dem Ausflug. 

Die menschliche Nähe stört den Grauschnäpper wenig. Was aber hinzukommen muss, sind ein paar ältere Bäume. Lichte Parks oder Gärten mit schönem Baumbestand, zählen zu seinen Revieren. Den Nistplatz errichtet er in Baumhöhlen oder -nischen, an bewachsenen Hauswänden oder in Mauerlöchern. Gelegentlich werden auch aufgegebene Schwalbennester, Blumentöpfe oder andere kuriose Orte von ihm bezogen.

Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Grauschnäpper eher unauffällig gefärbt. Seine Oberseite ist graubraun, Kehle und Brust und Stirn sind etwas heller und mit dunklen Längsstrichen durchsetzt. Der Bauch ist fast weiß. Auffallend ist der gerade, spitze und glänzend schwarze Schnabel mit feinem Häkchen am Ende. Damit ist er bestens für die Jagd nach Insekten gerüstet, die er sich in wendigen Flugmanövern aus der Luft schnappt. In einem Rüttelflug vermag er aber auch gelandete Insekten oder Spinnen auszumachen, die dann im Sturzflug erbeutet werden.


 Leider steht der Grauschnäpper inzwischen auch auf der Roten Liste der bedrohten Brutvögel Niedersachsens in der Vorwarnstufe und teilt damit das Schicksal vieler anderer Vogelarten. 

Video und Fotos: S. Lorenz
Video und Fotos: S. Lorenz


Akustisch ist vom Grauschnäpper am häufigsten ein einsilbiges "zri" oder "zst" zu hören. Der eigentliche Gesang besteht aus kurzen, rauen Lauten wie "sri-zrü-tsr".

Wer den eleganten Flugartisten in seinen Garten locken möchte, der kann mit einem Halbhöhlen-Nistkasten sein Glück probieren. Dieser Kastentyp wird auch gerne vom Hausrotschwanz und von der Bachstelze angenommen.

Eisvogel auf Ansitz
Eisvogel auf Ansitz

 

Eisvogelschutz

 

Der Eisvogel, Vogel des Jahres 2009, der wegen seiner Schönheit und Farbenpracht gern als „fliegender Edelstein“ bezeichnet wird, steht für lebendige Flüsse und Auen. Woher der Name des spatzengroßen Eisvogels stammt, ist strittig. Manche leiten ihn vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“ oder „glänzen“ ab. Die Bezeichnung „Schillervogel“ passt zum flirrenden Farbenspiel. Doch nicht nur das zeichnet den Eisvogel aus.

Der NABU Rastede betreut eine seit Jahren vom Eisvogel zur Brutzeit bezogene Steilwand an einem Gewässer im Gemeindegebiet.

Hier wird darüber gewacht, dass durch Menschen verursachte Störungen während der Brutsaison weitgehend verhindert werden.
Seit dem 3. Quartal 2012 hat der NABU Rastede unter Leitung von Frank Lorenz das Projekt Eisvogelschutz mit dem Bau von zwei Nisthöhlen gestartet. Wer im Rasteder Gemeindegebiet einen Eisvogel beobachtet hat, sollte dies unter Angabe von Ort und Zeitpunkt notieren und dem NABU Rastede unter Tel. 04402-4954 bzw. als E-Mail unter frank.lorenz@ewe.net melden. Wichtig ist, zu wissen, in welchen Bereichen Eisvögel im Winter auf Nahrungssuche an Gewässern herumstreifen und wo sie möglicherweise im Frühjahr ihre Brutröhren in Steilwände graben. Leider sind die meisten Gewässer längst ausgebaut, naturfern und für den Eisvogel unattraktiv. Um so wichtiger ist es für die Naturschützer, zu erfahren, wo der Eisvogel noch Nahrung und Brutplätze findet.

 

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Kormoran, Foto F. Derer
Kormoran, Foto F. Derer

Kormoranabschuss am Zwischenahner Meer

 

Der Landkreis Ammerland hatte beabsichtigt, dem Fischereibetreib Rabben den Abschuss von Kormoranen auf dem Gelände der Kormorankolonie im Naturschutzgebiet Stamers Hop am Zwischenahner Meer ab 2009 für vier Jahre zu genehmigen. In einer ersten, zunächst zahlenmäßig unbegrenzt vorgesehenen Tötungsaktion in 2008 wurden nach Intervention durch den NABU "nur" 50 Kormorane zum Abschuss "freigegeben". Die erneute Abschussgenehmigung sollte in Absprache mit der Staatlichen Vogelschutzwarte beim NLWKN nach einer Frühjahrsbestandserhebung jeweils in der Zeit vom 16.08. bis 31.10. eines Jahres erfolgen. Die Überlegungen gründeten sich auf eine gerichtliche Auseinandersetzung vor dem Verwaltungsgericht Hannover in einem ähnlich gelagerten Fall am Dümmer. Nach mehreren Stellungnahmen durch den NABU erteilte der Landkreis Ammerland eine Abschussgenehmigung für 2009 über 15 Kormorane. Dagegen legte der NABU Klage vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg ein. Da der Landkreis auf die Anordnung der sofortigen Vollziehung seiner Genehmigung verzichtete, hatte die Klage aufschiebende Wirkung - mit anderen Worten konnte die Abschussgenehmigung für 15 Kormorane in 2009 nicht vollzogen werden. Nachdem sich im Juli 2010 die Hauptsache im Klageverfahren, nämlich die Abschussgenehmigung für das Jahr 2009, durch Ablauf des Genehmigungszeitraums erledigt hat, stellte sich die Frage nach der Reaktion des Landkreises auf mögliche gleichgelagerte Anträge der Fischerei Rabben für die Folgejahre. Dazu erklärte der Landkreis in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem Verwaltungsgericht Oldenburg, dass „infolge der sich verfestigenden Rechtsprechung bei unveränderter Sachlage keine Folgegenehmigungen ausgesprochen werden."

 

Nachdem beide Seiten das Klageverfahren gegenüber dem Gericht als in der Sache für erledigt erklärt haben, hat das Verwaltungsgericht Oldenburg das Verfahren eingestellt und die Kosten dem Landkreis Ammerland mit der Begründung auferlegt, im Verfahren aller Voraussicht nach zu unterliegen.

 

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Scheibenopfer Kohlmeise
Scheibenopfer Kohlmeise

So verhindert man Vogeltod an Glasflächen

"Bei uns ist vorhin ein Dompfaff gegen die Scheibe im Windfang geflogen - er zuckt und blutet aus dem Schnabel!", "Als ich nach Hause kam, fand ich ein totes Rotkehlchen vor dem großen Terrassenfenster. Grauenhaft. Es muss an die Scheibe gedonnert sein.", "Vorgestern fand mein kleiner Sohn einen toten Sperber bei seiner Schule - er muss gegen die große Scheibe neben der Turnhalle geflogen sein und hat sich das Genick gebrochen - so, wie die zwei Rauchschwalben vergangene Woche!". Solche und ähnliche Anrufe sind keine Einzelfälle - sie künden jährlich vieltausendfach in Geschäftsstellen und bei örtlichen NABU-Gruppen davon, welchen Blutzoll große Glasscheiben von der Vogelwelt fordern, wieviele Vogelleben tragisch enden und wieviele Gefiederte verletzt sind - oft mit inneren Verletzungen oder schwerer Gehirnerschütterung am Boden sitzend, werden sie dann leichte Beute für Hauskatzen.

Kollisionsabdruck auf Glasscheibe
Kollisionsabdruck auf Glasscheibe

Vor allem Jungvögel erkennen Glasscheiben nicht als Hindernis. Insbesondere dann, wenn sich durch die Glasscheiben ein Durchblick in einen Garten oder die freie Landschaft ergibt, wird ihnen suggeriert, dass sie hindurchfliegen können oder sich diese bei entsprechenden Lichtverhältnissen in den Scheiben bei dunklem Hintergrund spiegeln - sogar Scheiben größerer Wintergärten und Gewächshäuser, in denen für die Vögel scheinbar erreichbare Pflanzen stehen, können auf diese Weise zu unbeabsichtigten Todesfallen werden. Der NABU Rastede rät dringend dazu, Abhilfe in Form von deutlich sichtbaren, von außen anzubringenden Aufklebern, sogenannten Greifvogelsilhouetten, an den gefährdeten Scheiben zu schaffen.

Werden die Greifvogelsilhouetten von außen aufgeklebt, sind sie besser sichtbar.
Sonnenschutzmittel hilft!
Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Einsprühen der Aufkleber mit wasserunlöslichem Sonnenschutzmittel, das einen hohen Lichtschutzfaktor aufweist, die Sichtbarkeit der Silhouetten und damit deren Wirkung stark erhöht. Durch das Sonnenschutzmittel werden kurzwellige Sonnenstrahlen reflektiert, die von Vögeln sehr gut wahrgenommen werden. So erkennen die Vögel das Hindernis. Dies funktioniert auch an bewölkten Tagen.

Noch besser sind hochtransparente, leicht aufzubringende UV-Vogelsilhouetten-Motive. Für den Menschen fast unsichtbar, werden die Silhouetten von den Vögeln als Hindernis wahrgenommen. Sie sind lange haltbar (bis zu 10 Jahre), haben eine hohe Wirksamkeit und auch die Scheibenreinigung ist möglich. Ein Set mit 5 Aufklebern reicht ca. für 1 - 1 1/2 qm.


Die Greifvogelsilhouetten sind erhältlich im NABU Natur Shop unter Tel. 0511 - 2157111 oder im Internet unter folgendem Link.

Nistkästen für den Schulgarten

Schulklassen sollen - baldmöglichst - Nistkästen bauen und diese auf dem Schulgelände anbringen oder von den Schülern im heimischen Garten angebracht werden. Hierbei bestehen vielfältige, auch didaktische Möglichkeiten, die heimischen Wildtiere den Schülern näherzubringen und für sie begreifbar zu machen. Sogar fächerübergreifend kann der Nistkastenbau angegangen werden. Hier können sich verschiedene Schulfächer des Themas annehmen:
Sachkunde oder Biologie, Werkunterricht, Deutsch, Musik und Kunst. Kinder, die selbst einen Nistkasten gezimmert haben - selbst, wenn er krumm und schief war - werden lebenslang begeistert daran zurückdenken, wie es war, als die erste Kohl- oder Blaumeise darin einzog und eines Tages die Jungmeisen ihren ersten Flug in die weite Welt des Gartens wagten. So baut sich eine Beziehung, eine Liebe zur Natur auf.
Auch im Unterricht lasse sich dies von der Grundschule bis zur Mittelstufe gut nutzen. Ein Beispiel sei das Führen eines "Brut-Tagebuchs" aus Beobachtungen, die am selbstgebauten Nistkasten entstehen. Darüber lassen sich Erkenntnisse über das Brutverhalten, die Nahrungssuche und vieles andere mehr ableiten. Im Musikunterricht können Volkslieder zu heimischen Vogelarten angestimmt, im Kunstunterricht Bilder oder Skulpturen gefertigt und im Deutschunterricht Gedichte und Geschichten zu Vogelwelt und Jahreszeiten behandelt werden. Werden die selbstgebauten Nistkästen auf dem Schulhof aufgehängt, sind sie gerade für jüngere Kinder auch Attraktion in der Pause - allerdings sollten sie unzugänglich angebracht werden, damit sie keiner Zerstörung ausgesetzt sind. Zuhause angebracht, nimmt die ganze Familie freudig Anteil am Geschehen rund um den Nistkasten.
Jetzt ist noch Zeit, Nistkästen für viele Vogelarten zu bauen - vom Meisenkasten bis hin zu Nischenbrüterkästen für Rotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper sowie dem Kleiber-, Zaunkönig- oder Baumläuferkasten. Ausführlich erläuterte Baupläne hält der NABU dazu in seiner 30-seitigen Nisthilfen-Bauplansammlung bereit, der auch die Farbbroschüre "Vögel im Garten" beiliegt. Sie kann angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.

 

 

Nistkasten-AG bei der Arbeit im Schlosspark Rastede
Nistkasten-AG bei der Arbeit im Schlosspark Rastede

Nistkästen im Rasteder Schlosspark

Auf Initiative des Rasteders Heiko Glave sind 2006 in Zusammenarbeit mit der Sägerei Brötje von einer Schülergruppe der KGS Rastede unter Leitung des Werklehrers Gerold Dmitriew 30 Nistkästen für höhlenbrütende Vögel hergestellt worden. Die im Schloßpark angebrachten Nistkästen sind im November 2007 von den Nistrückständen der ersten Brutsaison befreit worden. Zusammen mit der Nistkasten-AG des NABU wurde diese Reinigungsaktion durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass 27 der Kästen von den Vögeln angenommen worden waren, das sind sehr gute 90 %.

Sie waren, nach den Nestbaumaterialien zu urteilen, überwiegend von Meisen (Blau-, Kohl-, Tannen- und Sumpfmeisen), aber auch von einem Kleiber und einem Trauerschnäpper besetzt worden. Das Entfernen des alten Nistmaterials ist wichtig, um den Jungvögeln der kommenden Brutsaison eine parasitenfreie Aufzucht zu ermöglichen.

Im Zuge dieser Aktion wurden von den NABU-Helfern weitere 24 von den KGS-Schülern gefertigte Nistkästen im Schloßpark angebracht. Weitere Aktionen sind 2009 in Planung.

07.03.2009: Bei einem Nistkasten-Pflegeeinsatz im Rasteder Schloßpark wurden von NABU-Mitgliedern und H. Glave insgesamt 54 Nisthilfen für Höhlen- und Nischenbrüter vom letztjährigen Nistmaterial befreit und, wo nötig, repariert bzw. umgehängt.

"Bearbeiteter" Nistkasten, Foto F. Lorenz
"Bearbeiteter" Nistkasten, Foto F. Lorenz

Dabei ergab sich, dass die Nistkästen zu über 94 % (!) in Anspruch genommen wurden bei nur drei Fehlbelegungen. Das Artenspektrum reichte von 10 Kleibern über 22 Blau-/Tannenmeisen, 14 Kohlmeisen, 4 Trauerschnäppern bis zu 1 Gartenrotschwanz.
Von den Schülern der KGS Rastede unter der Leitung ihres Werklehrers G. Dmitriew sind weitere 40 Nistkästen angefertigt worden, die noch im Frühjahr an geeigneten Stellen aufgehängt werden sollen.

19.12.2009:
Zusammen mit Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Rastede, des Freundeskreises Schlosspark und Heiko Glave wurden bei Schnee und eisigen Temperaturen (-9°) die inzwischen 100 Nistkästen im Schlosspark gereinigt, ausgebessert und, soweit die Kästen zur Brutzeit besetzt waren, anhand des Nistmaterials die Vogelarten identifiziert.

 

G. Dmitriev beim Anbringen eines Waldkauzkastens Foto: H. Lobensteiner
G. Dmitriev beim Anbringen eines Waldkauzkastens Foto: H. Lobensteiner

13. März 2010:

Mit Mitteln des Freundeskreises Schlosspark und unter tatkräftiger Mithilfe von G. Dmitriev wurden am 13. März acht Waldkauz-Nistkästen im Schlosspark an exponierten Stellen und in einem angrenzenden Privatwald aufgehängt. Bei einer Zählung des Waldkauzbestandes im Schlosspark wurden 2008 im Rahmen des "ADEBAR"-Programms sechs Brutpaare festgestellt. Interessant bleibt, ob tatsächlich der Waldkauz oder andere "Interessenten" (z. B. die Hohltaube) in den Kästen ihr Brutquartier nehmen werden.



 

zu Dritt gehts leichter...
zu Dritt gehts leichter...

19. Februar und 26. November 2011

 

Bei den beiden Nistkasten-Pflegeeinsätzen im Rasteder Schlosspark wurden von NABU-Mitgliedern und den Rastedern Heiko Glave und Gerold Dmitriev bei guten äußeren Bedingungen ca. 100 Nisthilfen für Höhlen- und Nischenbrüter vom letzt- bzw. diesjährigen Nistmaterial befreit und, wo nötig, repariert bzw. umgehängt. Dabei ergab sich, dass fast alle Nistkästen in Anspruch genommen wurden, aber in der Brutsaison 2011 eine relativ große Anzahl der Kästen nicht ausgebrütete oder taube Eier enthielten. Das ist in dieser Form noch nicht beobachtet worden. Der Grund für das anormale Verhalten der Vögel mag in den Brutbedingungen im Frühjahr zu suchen sein. Ob die Trockenheit im Mai mit ausbleibenden Insektenpopulationen Auslöser für diese Mißerfolge war, bleibt Spekulation, auf jeden Fall scheint das Wetter eine große Rolle gespielt zu haben.

Das angetroffene Artenspektrum anhand des Nestaufbaus und Inhalts reichte von Kleibern über Blau-, Kohl- und Tannenmeisen, bis hin zu Trauerschnäppern und einem Gartenrotschwanz.

 

Bericht und Fotos von Silke und Frank Lorenz
Bericht und Fotos von Silke und Frank Lorenz

12. Januar 2013: Von über 100 Nistkästen nur wenige nicht belegt !

 

Es ist notwendig, dass Nistkästen jährlich von Nistmaterial, Ungeziefer und Unrat befreit werden. Defekte und lose Kästen müssen wieder instand und eventuell umgesetzt werden. Der Einsatz lohnt sich: in der Regel werden alle Kästen bewohnt, wenn auch nicht immer mit der Tierart, für die die Nisthilfe bestimmt wurde.

Geeignet sind sie für die meisten Arten der Meisen, wie Kohl-, Blaumeise, Tannenmeise. Aber auch der Kleiber nimmt das Nistangebot an. Der Gartenrotschwanz ist nur selten anzutreffen.

Und was nicht passend ist, wird passend gemacht. Kleiber verändern das Einflugloch ihrer Nisthöhlen mit einer Mischung aus Speichel und Erdmaterial ihren Bedürfnissen an. Daher auch der Name Kleiber. Das ausgehärtete Material ist nur mit gutem Werkzeug zu lösen. Und manchmal hält das Kastengehäuse dem Druck nicht Stand. Was dem Kleiber zu groß, ist dem Specht zu klein. An einigen Einfluglöchern hat der Specht sein Handwerk angelegt. Auch diese Teile müssen ersetzt werden.

Einige kleine Nagetiere haben die Bruthöhlen für ihren Winterschlafplatz entdeckt. Diese werden sehr verschmutzt und übelriechend vorgefunden.

Die NABU-Aktion wurde in 3 Gruppen mit jeweils 3 Personen durchgeführt. Nach dem Öffnen wird das Nistmaterial ausgewertet. Bestimmen lässt sich die Art nach einem Kriterienkatalog: Federn, Moos, Halme, Tierhaare, Weichheitsgrad, Stabilität usw. Oftmals liegen noch nicht ausgebrütete Eier im Nest. Die 13 bis 17 mm kleinen Eier sind sehr zerbrechlich, werden in kleinen Behälter transportiert, zuhause vermessen und nach Form und Farbe ausgewertet.


Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Hahn-Lehmden und und und: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?
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Die Feldlerche: Vogel des Jahres 2019

Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !
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Hankhauser Moor: Über Torfab-bau entscheidet das Gericht !

Umweltausschuss am 10.10.: Die LSG-Verordnung wird vorerst zurückgestellt!
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Windparks im Norden Rastedes: Stellungnahme unter "Aktuelles"

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
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Klage gegen den Planfeststel-lungsbeschluss des ersten Abschnitts ist eingereicht!

Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
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Erschreckend: In 30 Jahren ver- schwanden 3/4 unserer Insekten

Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)
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Rastedes Verstädterung setzt sich ungebremst fort !

Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung des Amphibienteiches an der Parkstrasse!
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung des Amphibienteiches an der Parkstrasse!

Willkommen Wolf ?

Im Ammerland hat er leidvolle Erfahrungen gemacht: s. Stellungnahme des NABU-Landesverbandes Nds.,  Foto: C. Bosch
Im Ammerland hat er leidvolle Erfahrungen gemacht: s. Stellungnahme des NABU-Landesverbandes Nds., Foto: C. Bosch

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