Vogel des Jahres 2016 - Der Stieglitz

Ein hübscher Vogel mit Problemen in unseren Agrarwüsten

Hannover/Berlin/Hilpoltstein:

Der Naturschutzbund Deutschland NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Stieglitz (Carduelis carduelis) zum „Vogel des Jahres 2016“ gewählt. Auf den Habicht, Vogel des Jahres 2015, folgt damit ein Sing- vogel, der zu den farbenfrohesten Vögeln Deutschlands zählt. Der auch Distelfink genannte Stieglitz steht für vielfältige und farbenfro- he Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume. Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

 

„Allein durch die Maisanbauflächen ist in den vergangenen Jahren ein Teil der heimischen Artenvielfalt verloren gegangen. Hoffnungsträger sind die Agrarumweltmaßnahmen (AUM) in Niedersachsen mit den Programmen zur Förderung von Blühpflanzen in Form von Blühstreifen und die vielen regionalen Initiativen mit ihren eigenen Programmen zur Abwechslung auf dem Acker und damit einer Erhöhung der Artenvielfalt. Durch sinnvolle Alternativen wie Wildblumen- und Wildkräutermischungen, Sonnenblume, Winterwicke mit Wintererbse und Bohne sowie Buchweizen können neue Lebensräume für den Stieglitz geschaffen werden“, sagte Uwe Baumert, NABU-Landesvorstandsmitglied Niedersachsen. mehr...  

 

Vogel des Jahres 2015: Der Habicht

Unser durch Vergiftung und Abschuss gefährdetster Greifvogel

Dem Jahr des lachenden Grünspechts folgt 2015 das Jahr des Habichts (lat. Accipiter gentilis), der nicht immer ein heiteres Leben hat. Dabei wird unser Jahresvogel seit jeher bewundert für sein Jagdgeschick: Äußerst wendig verfolgt er seine Beute auch im Unterholz und fängt sie mit höchster Präzision. Von Natur aus jagt er unter anderem Tauben und Hühnervögel, was ihm den wenig schmeichelhaften Ruf als „Hühnerhabicht“ einbrachte.

Obwohl die Jagd auf Greifvögel seit 1970 verboten ist, werden sie abgeschossen, gefangen oder vergiftet. Zielart Nummer eins der illegalen Greifvogelverfolgung ist dabei der Habicht. Über Generationen haben die Tiere daher gelernt, wachsam gegenüber dem Menschen zu sein. Auf dem Land ist der wendige Jäger scheu und kaum zu sehen. Anders in der Stadt: Seit den 1980er Jahren besiedeln Habichte immer mehr europäische Metropolen. So weist Berlin inzwischen eine der höchsten Siedlungsdichten von Habichten weltweit auf.

Augen auf: Unser Jahresvogel 2015 und seine Verwandten brauchen Ihre Hilfe. Melden Sie den Behörden Straftaten an diesen faszinierenden Tieren. Mobilisieren Sie Natur- und Tierfreunde, um die illegale Verfolgung auf Greifvögel zu stoppen.

Weitere Habicht-Infos finden Sie unter www.vogel-des-jahres.de

 

 

Der Grünspecht ist Vogel des Jahres 2014

Der "lachende" Erdspecht hat erfreulicherweise zugenommen !

Grünspecht-Männchen beim Suchen seiner Lieblingsspeise, den Ameisen, Foto: NABU Winnenden
Grünspecht-Männchen beim Suchen seiner Lieblingsspeise, den Ameisen, Foto: NABU Winnenden

Der Grünspecht, diesjähriger Vogel des Jahres, wird auch gern „Lachvogel“ genannt. Seinen freudigen Ruf kann man während des ganzen Jahres vernehmen. Tatsächlich hat er gut lachen, da er als einziger unter den häufigen Brutvogelarten Deutschlands deutlich zunimmt. Nach der stark bedroh- ten Bekassine („Himmelsziege“) ist er damit eine positive Ausnahme.

Das kann sich aber auch schnell wieder ändern. Denn vom Rückgang des Grünlands und der Abnahme der Streuobstwiesen ist er genauso wie viele andere Arten betroffen. Der Grünspecht ist allerdings anpassungsfähig und hat sich in den letzten Jahren verstärkt im Siedlungsgebiet ausgebreitet.

Erhalten Sie mit uns gemeinsam seine Lebensräume und sorgen Sie dafür, dass er und viele andere gefährdete Vogelarten bessere Lebensbedingungen finden. Das gelingt ganz einfach, indem wir kostbare Höhlenbäume markieren, Totholz bewahren, Streuobstwiesen pflegen und giftfrei gärtnern – nicht nur vor der eigenen Tür, sondern auch auf öffentlichen Grünflächen.

Mehr über ihn erfahren Sie hier !

Die Bekassine ist Vogel des Jahres 2013

Ein hochgradig gefährdeter Bewohner feuchter Lebensräume

Die Bekassine (wissenschaftlich Gallinago gallinago) ist ein Vogel unserer Feuchtwiesen und Moore, wo sie stochernd nach Würmern, Schnecken und Kerbtieren (Kerfen) sucht. Ihr Lebensraum, die Moore und Feuchtwiesen unserer Heimat schwinden zusehends. Die noch vorhandenen einem strengen Schutz zuzuführen, muß höchste Priorität haben, auch aus Gründen des Klimaschutzes. Es darf nicht länger zugelassen werden, dass der Grundwasser- spiegel abgesenkt und Flächen entwässert, Grünland umgepflügt, Ackerkulturen wie Mais für Biogasanlagen großflächig angebaut, Torf abgebaut und Wiesen aufgeforstet werden.

In Deutschland ist die Bekassine laut Roter Liste vom Aussterben bedroht und ist am häufigsten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu finden. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts war die Bekassine recht häufig und wurde intensiv bejagt.

Mehr Informationen zur Bekassine

Die Dohle ist Vogel des Jahres 2012

Kleiner Rabenvogel mit großen Begabungen

Die Dohle lebt in Dörfern und Städten ganz nah in unserer Nachbarschaft. Besonders gern nistet sie in Schornsteinen und Kirchtürmen. Weil jedoch immer mehr Brutnischen verschlossen werden, gerät die intelligente Vogelart in Wohnungsnot. Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), möchten die Dohle schützen und haben sie daher zum Vogel des Jahres 2012 gewählt.

 

 

Informationen zur Dohle 

 

 

Der Gartenrotschwanz ist Vogel des Jahres 2011

Kleiner Vogel mit großen Ansprüchen

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben heute in Berlin den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt. Der früher weit verbreitete und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen Dörfern und Kleinstädten verschwunden. Immer weniger Gärten genügen heute noch seinen Ansprüchen.

 

„Im Jahr des Gartenrotschwanzes wollen wir auf die Gefährdung dieses farbenprächtigen Vogels aufmerksam machen und zeigen, dass oftmals schon mit einfachen Mitteln neue Lebensräume wie Streuobstwiesen geschaffen werden können", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Gartenrotschwänze brauchen Nisthöhlen, wie sie vor allem in alten Obstbäumen zu finden sind. Streuobstwiesen zählen daher zu den typischen Lebensräumen. Mit ihren hochstämmigen Obstbäumen, die ein hohes Alter erreichen können, bieten sie sowohl geeignete Brutplätze als auch die notwendigen Sitzwarten, von denen die Vögel nach Insekten jagen.

 

Informationen zum Gartenrotschwanz

 


Vogel des Jahres 2010 - Der Kormoran

Der Meistertaucher wird oft zu Unrecht verfolgt

Ein Prüfstein für umsichtigen Artenschutz

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu tausenden geschossen und vertrieben wird.
Unter dem Vorwand eines ‚Kormoran-Managements‘ haben nahezu alle Bundesländer spezielle Kormoran-Verordnungen erlassen, die den bestehenden Schutz der Vögel untergraben. Diese Verordnungen erlauben die flächendeckende Tötung von Kormoranen unabhängig von einem Schadensnachweis an Fischbeständen selbst in Naturschutzgebieten, teilweise sogar ausdrücklich während der Brutzeit. Die Bilanz ist beschämend: jedes Jahr werden in Deutschland wieder rund 15.000 Kormorane getötet.

 

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Der Eisvogel - Vogel des Jahres 2009

Eisvogel, Foto M. Delpho
Eisvogel, Foto M. Delpho

Pummeliger Edelstein und geschickter Jäger

 

Der Vogel, der wegen seiner Schönheit und Farbenpracht gern als „fliegender Edelstein“ bezeichnet wird, steht für lebendige Flüsse und Auen. Woher der Name des spatzengroßen Eisvogels stammt, ist strittig. Manche leiten ihn vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“ oder „glänzen“ ab. Die Bezeichnung „Schillervogel“ passt zum flirrenden Farbenspiel. Doch nicht nur das, zeichnet den Eisvogel aus.

Wer im Rasteder Gemeindegebiet einen Eisvogel beobachtet hat, sollte sich Ort und Zeit notieren und dem NABU Rastede unter Tel. 04402-83834 oder als E-Mail unter briefkasten@nabu-rastede.de melden. Wichtig ist, zu wissen, in welchen Bereichen Eisvögel im Winter auf Nahrungssuche an Gewässern herumstreifen und wo sie im Frühjahr ihre Brutröhren in Steilwände bauen.

 

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Der Kuckuck - Vogel des Jahres 2008

Kuckuck, Foto B. Kelz
Kuckuck, Foto B. Kelz

Seinen Ruf kennt jeder, gesehen wird er nur selten

 

Der markante Ruf des Kuckuck-Männchens ist unverwechselbar. Nicht nur in Deutschland spiegelt sein Name den markanten Ruf wieder. Der „Cuculus canorus“, „Cuckoo“ ist ein eher scheuer Vogel, der die Nähe des Menschen meidet.Umso forscher zeigt er sich, wenn es um den Erhalt seiner Art geht und er fremde Nester als Heim für seine Jungen aussucht. Mit 34 cm Körpergröße ist der Kuckuck etwa so groß wie sein Vorgänger unter den Jahresvögeln, der Turmfalke.

 

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Der Turmfalke - Vogel des Jahres 2007

Turmfalke, Foto P. Fieger
Turmfalke, Foto P. Fieger

Eleganter Flieger in Feld und Flur

 

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Turmfalken zum „Vogel des Jahres 2007” gekürt. Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist mit seinen rund 35 Zentimetern Körpergröße und 75 Zentimetern Flügelspannweite ein kleiner Verwandter des ersten Jahresvogels überhaupt, dem 1971 gewählten Wanderfalken. Im Gegensatz zum damals vom Aussterben bedrohten Wanderfalken ist der Turmfalke kein ganz seltener Vogel. Dennoch gehen die Bestandszahlen langsam, aber stetig zurück. Mehr erfahren Sie unter der Sonderseite des NABU-Bundesverbandes.

 

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Der Kleiber - kopfüber zum Vogel des Jahres 2006

Kleiber, Foto M. Neubauer
Kleiber, Foto M. Neubauer

Der Kleiber – die Stimme unserer Buchen- und Eichenwälder

 

NABU und Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Kleiber zum „Vogel des Jahres 2006” gekürt. Damit folgt dem Uhu als größter Eule Europas in diesem Jahr ein kleiner Singvogel, der in Deutschland weit verbreitet ist. „Die Wahl des Kleibers ist ein Plädoyer für den Schutz von Buchen- und Eichenwäldern“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Er stehe stellvertretend für einen Lebensraum in Deutschland und Mitteleuropa, der ebenso unverzichtbar für viele andere Vögel wie Spechte, Meisen oder Greifvögel sei. „Der Kleiber ist die Stimme unserer Wälder und hat zudem eine interessante Biologie“, betonte Opitz.

 

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Der UHU - Vogel des Jahres 2005

Uhu, Foto M. Sommerhage
Uhu, Foto M. Sommerhage

Fast ausgerottete größte Eule Europas ist in ihre Lebensräume zurückgekehrt

 

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Uhu zum Vogel des Jahres 2005 gekürt. „Mit dem Uhu haben wir einen Vogel ausgewählt, der wie kaum eine andere Art für einen der ganz großen Erfolge in Sachen Arten- und Lebensraumschutz steht“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Die hierzulande einst fast ausgerottete größte europäische Eule kommt dank gezielter Artenhilfsprogramme heute wieder bundesweit vor. Trotz der vielerorts stabilen Bestände ist die Population dieses nachtaktiven Greifvogels allerdings regional rückläufig, ohne dass die Ursachen hierfür bekannt sind. Auch wenn sich das Blatt insgesamt gewendet hat, ist der Uhu bis heute besonders schutzbedürftig.

 

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Auf 100 neue Nistkästen können sich die Schloßparkvögel freuen

Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung der Holzbeton-Nistkästen f. d. Schlosspark
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung der Holzbeton-Nistkästen f. d. Schlosspark

Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Hahn-Lehmden und und und: Wie ist der Bau- wahn in Rastede zu stoppen?
Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Hahn-Lehmden und und und: Wie ist der Bau- wahn in Rastede zu stoppen?

Die Feldlerche: Vogel des Jahres 2019

Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !
Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !

Hankhauser Moor: Über Torfab-bau entscheidet das Gericht !

Umweltausschuss am 10.10.: Die LSG-Verordnung wird vorerst zurückgestellt!
Umweltausschuss am 10.10.: Die LSG-Verordnung wird vorerst zurückgestellt!

Windparks im Norden Rastedes: Stellungnahme unter "Aktuelles"

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)

Aussetzung des Sofortvollzugs f. d. 1. Abschnitt WST-Jaderberg durch eine Privatklage

Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)

Erschreckend: In 30 Jahren ver- schwanden 3/4 unserer Insekten

Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)
Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)

Rastedes Verstädterung setzt sich ungebremst fort !

Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz

NABU-TV auf Youtube

NABU-Vogelführer online und als kostenlose Handy-App
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