Vogel des Jahres 2019 - Die Feldlerche

 

Es ist beängstigend: Der wunderbare Gesang der Feldlerche ist in Deutschland kaum mehr zu hören. Ein stetiger Verlust an Lebensraum wird zur ernsten Gefahr für unseren Vogel des Jahres 2019 – mittlerweile gilt er sogar schon als gefährdet! Doch gemeinsam können wir diese Entwicklung jetzt stoppen! Der NABU hat eine bundesweite Kampagne aufgelegt: Mit einer Postkarte "114 Euro" oder online (s. unten) kann jeder dazu beitragen, dass eine naturverträgliche Landwirtschaft durch die EU durchgesetzt wird.

Einst als Allerweltsvogel überall in der Kulturlandschaft gesehen, befindet sich der Bestand der Feldlerche auf einem stetigen Sinkflug. Allein zwischen 1990 und 2015 ist die Anzahl der Tiere in Deutschland um deutlich mehr als ein Drittel gesunken. In ganz Europa sind sogar über die Hälfte der kleinen Feldvögel in den letzten 30 Jahren verschwunden. Hauptverantwortlich für diese dramatische Entwicklung ist die intensive Landwirtschaft. So werden Nistplätze immer rarer und Insekten als Nahrung immer weniger.

 

Um diese gefährliche Entwicklung zu stoppen, muss unsere Landwirtschaft naturverträglicher werden. Der NABU setzt sich in bundesweiten Projekten dafür ein, dass Landwirte und Landwirtinnen aufgeklärt und von einer ökologischen Wirtschaftsweise überzeugt werden. Auch ganz konkrete Maßnahmen, wie zum Beispiel Lerchenfenster, sollen so in den täglichen Betrieb integriert werden. Wir brauchen mehr Naturschutzflächen, Biolandblau und blühende Wiesen mit reichlich Insekten. Wir müssen Heiden und Moore erhalten. Dann hat die Feldlerche wieder eine Zukunft.

 

Die Feldlerche ist eine Tarnungskünstlerin: Mit einer Körperlänge von nur 16 bis 18 Zentimetern und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung ist sie in ihrem bevorzugten Umfeld, dem Ackerboden, fast nicht zu sehen. Akustisch macht sie sich umso deutlicher bemerkbar: Typisch ist ihr Singflug, bei dem sie hoch in die Lüfte steigt, dort verharrt und trillernde, zirpende und rollende Laute vorträgt.

 

Ihrem Namen entsprechend bevorzugt die Feldlerche die offene Weite. Sie sucht sich ebene Landschaften oder flache und sanft geschwungene Hügel, während sie steile Hanglagen meidet. Auch von Waldrändern oder Hecken hält sie einen gewissen Mindestabstand. Der optimale Neststandort für die Bodenbrüterin ist bewachsen und nicht zu dicht bedeckt – beste Voraussetzungen auch für den Nachwuchs, der an den 30 Tagen bis zur Selbständigkeit im geschützten Umfeld Flugversuche und Jagdübungen unternimmt. Doch genau diese geschützten Lebensräume sind auf unserem Acker- und Grünland immer seltener zu finden. Intensivkulturen mit Mais und Raps, fehlende Brachflächen, Unmengen an Gülle und Pestiziden haben die Landschaft verändert und Feldvögeln zunehmend den Lebensraum genommen. Aus vielen Gebieten Deutschlands wurde die Feldlerche bereits völlig verdrängt.

 

Dringend Betreuer*in für die Kindergruppe (NAJU) gesucht!

Ausnahmen vom Tötungsverbot verstoßen gegen europäisches Naturschutzrecht!

s. Urteil des Verw.-Gerichts Gießen vom 28.01.2020, Foto Gurelur
s. Urteil des Verw.-Gerichts Gießen vom 28.01.2020, Foto Gurelur

Der Veranstaltungsflyer 2020 liegt gedruckt und zum Aus- drucken vor!

01.02.: Grosse Nistkasten-Reini- gungsaktion im Schlosspark !

In ca. 70 % der Kästen ist gebrütet worden, Foto: H. Lobensteiner
In ca. 70 % der Kästen ist gebrütet worden, Foto: H. Lobensteiner

2020 startet der NABU Nieder-sachsen ein Volksbegehren!

Die Turteltaube ist Vogel des Jahres 2020

Die selten gewordene Turteltaube kämpft ums Überleben, Foto:  Manfred Ziegler
Die selten gewordene Turteltaube kämpft ums Überleben, Foto: Manfred Ziegler

Gastkommentar zur Bauverzöge-rung als gekürzter Leserbrief in der NWZ vom 31. August

Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)

Erschreckend: In 30 Jahren ver- schwanden 3/4 unserer Insekten

Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.2018)
Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.2018)
Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !
Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !

Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Bauhof, Hahn-Lehmden..: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?
Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Bauhof, Hahn-Lehmden..: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?

Hankhauser Moor: Klage der  Torfindustrie abgewiesen!

Kuckuckslichtnelken am  Eggerkingsweg
Kuckuckslichtnelken am Eggerkingsweg

Windparks im Norden Rastedes: Stellungnahme unter "Aktuelles"

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)

NABU-TV auf Youtube

NABU-Vogelführer online und als kostenlose Handy-App
NABU-Vogelführer online und als kostenlose Handy-App
NATURSCHUTZ heute Online
NATURSCHUTZ heute Online

Naturschutzjugend

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen "action for nature" Mehr

Online spenden