Exkursionen 2013

Exkursion in das Weltnaturerbe Wattenmeer zum Schwimmenden Moor bei Sehestedt

NABU Rastede beendet die Saison der Exkursionen 2013 nass und stürmisch im September

Wind und Regen zum Trotz...Bericht Silke Lorenz, Fotos Silke Lorenz und Jan Ole Weidert
Wind und Regen zum Trotz...Bericht Silke Lorenz, Fotos Silke Lorenz und Jan Ole Weidert

Die Enttäuschung stand den angemeldeten Teilnehmern am 8. September ins Gesicht geschrieben, als am Startpunkt Marktplatz Rastede die Organisatoren verkündeten, dass die ornithologische Exkursion an den Jadebusen wegen des stürmischen und regnerischen Wetters leider ausfallen muss. Die hochwertigen empfindlichen Spektive würden bei den windigen und nassen Verhältnissen keine klaren und aufschlussreichen Vergrößerungen liefern.

 

Nun hat das Nordseeklima bei jedem Wetter einen großen Erholungswert. Spontan wurde entschieden, den angebrochenen Tag zu nutzen und in Regenkleidung zu dritt die Fahrt anzutreten.

 

Das Schwimmende Moor bei Sehestedt (Gemeinde Jade) ist einzigartig im Weltnaturerbe Wattenmeer - ein Außendeichsmoor innerhalb der Eindeichung des Jadebusens. Ein Überbleibsel, welches über mehrere Jahrhunderte den großen historischen Sturmfluten standgehalten hat und als letztes dieser Art in der heutigen Form erhalten geblieben ist. Der Zeitpunkt seines völligen Verschwindens ist zwar noch ungewiss, gilt jedoch als relativ sicher. So steht es heute unter besonderen Schutz. Eine Erlebnisstation der Nationalparkverwaltung, ein ca. 5 km Salzwiesenlehrpfad und eine Beobachtungshütte mit vielen Informationen zur Entstehungsgeschichte und zum Naturschutz heute tragen zum Verständnis bei.

 

Schützenswert sind zum einen die Salzwiesen mit ihren typischen salzresistenten Pflanzen wie Strandflieder und -astern oder die im Watt gedeihende schmackhafte salzige „Queller“. Zum anderen dient das sogenannte Queller-Watt zahlreichen Wasser- und Watvögeln als Rast- und Futterplatz. Die auflaufende Flut, wie am heutigen Nachmittag, drängt die sogenannten Limikolen an den Strand und bietet somit besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten für den ornithologisch interessierten Naturliebhaber. Beeindruckend waren die Teilnehmer immer wieder von rastenden oder auffliegenden Schwärmen der kleinen Sandregenpfeifer. Aber auch große Gruppen von „Großen Brachvögeln“ waren auch mit bloßem Auge oder Fernglas gut zu erkennen. In der Ferne hielten sich unter anderem noch in großer Anzahl Alpenstrandläufer und Kiebitzregenpfeifer, die sich zwischen Lachmöwen und Austernfischer gesellten, auf.

 

Von oben schaute ein Turmfalke im markanten Rüttelflug dem Geschehen zu. Drei Brandgänse zogen vorüber.

 

So verging die Zeit - ganz unbemerkt umzingelte inzwischen die Flut den strandnahen Parkplatz. Keine Panik - bei einem unterhaltsamen Imbiss und wärmenden Kaffee in der gemütlichen Strandgaststätte des ansässigen Campingplatzes ließ es sich bis zum Abklingen des Hochwassers gut aushalten.

 

Ornithologische Exkursion in das Naturschutzgebiet Barkenkuhlen im Ipweger Moor

Die Barkenkuhlen sind ein Eldorado für seltene, vom Aussterben bedrohte Arten

Foto: Silke Lorenz
Foto: Silke Lorenz

 

Bei überwiegend bedecktem Himmel und für die Jahreszeit zu kühlen Temperaturen fand am Morgen des 9. Juni eine ornithologische Exkursion in das Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet Barkenkuhlen im Ipweger Moor statt. Mit 24 Teilnehmern war das Interesse an der dortigen Vogelwelt recht groß. Leider blieben die Protagonisten der Veranstaltung weitgehend stumm. Dennoch konnten einige nur hier vorkommende Vogelarten entdeckt und bestaunt werden. So waren der Kuckuck, das Braunkehlchen, der Baumpieper, der Gartenrotschwanz und der Teichrohrsänger, allesamt Vertreter der Rote-Listen-Arten Niedersachsens, zu sehen und zu hören. Auch mehrere Mauersegler und Rauch- wie Mehlschwalben sowie eine über dem Schilf schaukelnde Rohrweihe konnten registriert werden. Für die unlustige Vogelschar sorgten die kurzzeitig eingefangenen Fledermaus-Azurjungfer und Nordische Moosjungfer aus der Gattung der Libellen neben dem rund- und mittelblättrigen Sonnentau, verschiedenen Torfmoosen und einer versteckten „Insel“ mit Kuckuckslichtnelken bei den Teilnehmern für eine gewisse Entschädigung.

 

Vogelkundliche Wanderung für Frühaufsteher durch den Rasteder Schlosspark

Die Morgensonne wärmte noch nicht..., Bericht und Fotos von Silke Lorenz
Die Morgensonne wärmte noch nicht..., Bericht und Fotos von Silke Lorenz

Am Sonntag, den 21. April, kann der NABU Rastede in aller Frühe ca. 15 Teilnehmer am Denkmalsplatz vor der St. Ulrichskirche zu einer vogelkundlichen Exkursion in den Schlosspark begrüßen.
In der Hoffnung, möglichst viele Vogelstimmen zu entdecken, ist der Beginn der Wanderung schon um 6:30 Uhr gewählt. Trotz der frühen Stunde mögen die frostigen morgendlichen Temperaturen die gefiederten Schlossparkbewohner bewogen haben, den Tag ohne ihren obligatorischen Gesang zu beginnen.
Dennoch konnten interessante Beobachtungen gemacht werden:
Besonders hervorzuheben ist zu Beginn die Stimme des Gartenrotschwanzes in Friedhofsnähe. Der hübsche Vogel des Jahres 2011 war früher häufiger anzutreffen. Heute hat er sehr an Bekanntheitsgrad verloren.
Weiterhin gab es aus nächster Nähe zu sehen und zu hören: den Zaunkönig, die den Kirchturm umfliegenden Dohlen, eine Rabenkrähe, ein überfliegender Kormoran, mehrere Buch- und Grünfinken, der Zilpzalp, die Ringeltaube, das Rotkehlchen, die Blaumeise, die Mönchsgrasmücke und immer wieder die lauten Stimmen der Kleiber. Auch der Gesang einer Singdrossel konnte gehört werden. Eine 10-jährige Teilnehmerin entdeckte eine Kohlmeise, die immer wieder in einem Schlitz im oberen Stockwerk einer Buche verschwand. Sie hat dort offenbar ihren Nistplatz gefunden.
Durch das Spektiv konnten einige ein- und mehrjährige Heringsmöwen auf dem Rennplatz optisch eingefangen werden. Auf dem Ellernteich versetzten zwei schmucke Reiherenten-Erpel die Teilnehmer ins Staunen, deren Beobachtung mit dem Spektiv ein besonderes Erlebnis ist.
Zu guter Letzt war dann doch noch der ersehnte Eisvogel von einer Teilnehmerin beobachtet worden, wie er in einem kurzen Moment den Bach am Rennplatz entlangflog.

Ausstellung "Landwirtschaft für Morgen" im ev. Gemeindehaus

Jederzeit zugänglich, Foto S. Lorenz
Jederzeit zugänglich, Foto S. Lorenz

Bericht zur Jahreshauptver- sammlung am 12. März 2019

Kleiner Feuerfalter, Foto R. Jantz
Kleiner Feuerfalter, Foto R. Jantz

Der NABU wird 120 Jahre alt mit derzeit über 700.000 Mitgliedern!

Mitarbeiter/in bei der Betreuung der NABU-Kids gesucht !

siehe Job 07 unter "Jobbörse", im Bild Naturschutzjugend (NAJU) am Ellernteich
siehe Job 07 unter "Jobbörse", im Bild Naturschutzjugend (NAJU) am Ellernteich

Für viele ein Stück Heimat - für andere nur Siedlungsraum

"Nördlich Feldstrasse", Foto H. Cordsen
"Nördlich Feldstrasse", Foto H. Cordsen

Neues Veranstaltungsprogramm 2019 liegt vor!

Die Feldlerche: Vogel des Jahres 2019

Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !
Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !

114 € zahlt jeder EU-Bürger, ~ 60 Milliarden € jährlich für die Landwirtschaft!

Die Feldlerche braucht eine neue Agrarpolitik! Beteiligen Sie sich an der Aktion des NABU - die Zeit drängt!!!
Die Feldlerche braucht eine neue Agrarpolitik! Beteiligen Sie sich an der Aktion des NABU - die Zeit drängt!!!

Erschreckend: In 30 Jahren ver- schwanden 3/4 unserer Insekten

Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)
Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)

Auf 100 neue Nistkästen können sich die Schloßparkvögel freuen

Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung der Nistkästen f. d. Schlosspark Rastede
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung der Nistkästen f. d. Schlosspark Rastede

Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Bauhof, Hahn-Lehmden..: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?
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Rastedes Verstädterung setzt sich ungebremst fort !

Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
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Hankhauser Moor: Über Torfab-bau entscheidet das Gericht !

Umweltausschuss am 10.10.: Die LSG-Verordnung wird vorerst zurückgestellt!
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Windparks im Norden Rastedes: Stellungnahme unter "Aktuelles"

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
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Aussetzung des Sofortvollzugs f. d. 1. Abschnitt WST-Bekhau-sen durch mehrere Klagen

Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
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