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Vogelkundliche Wanderung für Frühaufsteher durch den Rasteder Schlosspark

Bericht und Fotos: Silke Lorenz, NABU Rastede

 

23. April 2017: Am Sonntag konnte der NABU Rastede in aller Frühe bei nur ~ 6 ° 23 Teilnehmer am Denkmalsplatz vor der St. Ulrichskirche zu einer vogelkundlichen Exkursion in den Schlosspark begrüßen. Im Verlauf der Exkursion ging es weniger um die Vogelbe- obachtung. Denn mit fortschreitendem Frühjahr genießen die Gefiederten den "Sichtschutz" durch Sträucher und Bäume. Die Teilnehmer werden daher von Exkursionsleiter Prof. Dr. Klaus Hinsch aufgefordert, ihr Gehör zu trainieren. In Friedhofsnähe gilt es gleich mehrere Stimmen gleichzeitig zu differenzieren. Am häufigsten ist der Gesang der Kohlmeise und des Buchfinks zu hören, gefolgt von Zaunkönig, Blaumeise, Rotkehlchen u.a. Der Kleiber und der Zilpzalp, der seinen Namen mit seinem Gesang lauthals und unermüdlich verkündet, sowie die Mönchsgrasmücke sind in der Ferne zu hören. Auch die Dohlen befliegen eifrig die vom NABU angebrachten Nistkästen im Kirchturm und an den Friedhofseichen.

 

Hilfestellung zum Bestimmen geben moderne Medientechniken wie die Vogelbestimmung mit Audiodateien von Handy oder mp3-Playern. Neu sind Fachbücher, bei denen man mittels eines kugelschreibergroßen Stiftes ("TING") einen Code zu einer Vogelart einlesen und deren Stimme abspielen lassen kann. Das Vorführen der Geräte fasziniert die Teilnehmer.

 

Dennoch können einige Gefiederte mit dem Fernglas aus unmittelbarer Nähe beobachtet und gehört werden. Dazu zählen u.a. der Zaunkönig und das Rotkehlchen. Andere überraschende Schlossparkbesucher sind ein Austernfischer auf dem Gelände des Rennplatzes, für deren Beobachtung das Spektiv einen optimalen Sehgenuss bietet. Von dort lassen sich ebenfalls mehrere Stare und für einen kurzen Moment ein Eichelhäher beobachten. Ebenfalls für einen Augenblick ist das lachende Rufen des Grünspechts zu hören. Er, der auch als Erdspecht bekannt ist, ist im Jahr 2014 zum Vogel des Jahres gekürt worden. Auf dem Ellernteich lassen sich einige Graugänse sehen.

 

Zum Abschluss werden die Anwesenden noch einmal aufgefordert, alle Stimmen vor Ort zu erkennen. Nach einem kleinen „Abfragetest“ durch den Exkursionsleiter endet die Veranstaltung für alle erfolgreich.

 

 

Vogelkundliche Wanderung auf dem ehemaligen Standort-übungsplatz Friedrichsfeld bei Bockhorn

Bericht und Fotos von Silke Lorenz, NABU Rastede

 

20. Mai:  Das 250 ha große Gelände ist nach fast hundertjähriger militärischer Nutzung seit 2007 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Durch die fortwährende, extensive Nutzung und natürlicher Sukzession hat sich eine für die nordwestdeutsche Region einzigartige Flora und Fauna entwickeln können. Eine Vielzahl verschiedenster Biotop- und Landschaftstypen prägen den in den 30er Jahren als Flugplatz genutzten, ehemaligen Übungsplatz. Seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten in großer Anzahl haben hier ihren Lebensraum gefunden. So kann man hier auf blütenreichen Wiesen mit Orchideen, Margeriten, Tausendgüldenkraut, Klappertopf und Flockenblume treffen oder beobachtet den Neuntöter beim Beutefang und den Großen Schillerfalter im Blattwerk der unterschiedlichsten Bäume.

 

Bei der heutigen Exkursion stand die für diese Landschaft heimische Vogelwelt im Vordergrund, die sich um einige Arten von den Wald-, Park- und Gartenbewohnern unterscheidet. So lernten die interessierten Teilnehmer die Stimmen der Goldammer, Fitis, Garten-, Mönchs- und Dorngrasmücken kennen. Des Weiteren ließ auch der Kuckuck in der Ferne von sich hören. Imposant auch der äußerlich unscheinbare Baumpieper, aber mit seinem eindrucksvollen Gesang, der mit einem Auf- und Sinkflug endet, imponierte. Plötzlich und nur für einen kurzen Moment flog sogar ein Eisvogel in der für ihn untypischen Landschaft an der Teilnehmergruppe vorbei. Der Höhepunkt jedoch war die Entdeckung eines Neuntöter-Paares, das offensichtlich eifrig mit dem Nestbau beschäftigt war und sich in sicherer Distanz kaum von ihren Beobachtern stören ließ.

 

Auf einer Wiese breitete sich eindrucksvoll die Orchideenart "Geflecktes Knabenkraut" aus, welches den Beginn der Vegetationsperiode einer Vielzahl an Wiesenblumen einläutet. Ebenso kündigten auch ein Feuerfalter und ein Gitterspinner die warme Jahreszeit an.

 

Neues Veranstaltungsprogramm 2019 liegt aus!

Stunde der Wintervögel - letzter Termin ist der 15. Januar 2019

Zum Mitmachen auf das Foto klicken!
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114 € zahlt jeder EU-Bürger, ~ 60 Milliarden € jährlich für die Landwirtschaft!

Die Feldlerche braucht eine neue Agrarpolitik! Beteiligen Sie sich an der Aktion des NABU - die Zeit drängt!!!
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Auf 100 neue Nistkästen können sich die Schloßparkvögel freuen

Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung der Holzbeton-Nistkästen für den Schlosspark Rastede
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Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Hahn-Lehmden und und und: Wie ist der Bau- wahn in Rastede zu stoppen?
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Die Feldlerche: Vogel des Jahres 2019

Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !
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Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
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Erschreckend: In 30 Jahren ver- schwanden 3/4 unserer Insekten

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Rastedes Verstädterung setzt sich ungebremst fort !

Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
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