Jahresbericht 2007

"Küstenautobahn" (A 22)
-s. auch Jahresberichte 2004 bis 2006 bzw. unsere spezielle Internetseite-

Das Jahr 2007 brachte zwei Vorkonferenzen zum Raumordnungsverfahren zur A 22 diesseits und jenseits der Weser. Von den diversen Bürgerinitiativen zwischen Kehdinger Land und Ammerland wurde der Gedanke eines Schutz- und Klagefonds für den Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung im Planfeststellungsverfahren entworfen, an dessen finanziellem Grundstock sich nach dessen Gründung auch der NABU beteiligen wird. Es konnte in einem auch vom NABU begleiteten Auswahlverfahren ein namhafter Rechtsanwalt mit entsprechenden Spezialkenntnissen gewonnen werden.
Im Rahmen einer Pressekonferenz in Jaderberg und einer Bürgerversammlung in Spohle konnte die Position des NABU in einem Rundfunk- und Fernsehbeitrag einem breiteren Publikum deutlich gemacht werden.
Nachdem die Planungsunterlagen zum Raumordnungsverfahren (ROV) zur A 22 vom 1. Nov. 2007 an in den Rathäusern der Anliegergemeinden öffentlich ausgelegt worden waren, konnte jeder Bürger bis zum 15. Dez. 2007 seine generellen Bedenken und/oder seine persönliche Betroffenheit in einer Eingabe geltend machen. Auch im Internet unter www.kuestenautobahn.info konnten die Unterlagen eingesehen werden. Der NABU Rastede stellte Kritikern der A 22 den Entwurf einer allgemein gehaltenen Einwendung in einer PDF-Datei zum Ausdrucken vor, der unverändert oder als Anregung für eigene Einwendungen verwendet werden konnte. Der Entwurf wurde auch bei einer Bürgerversammlung in Spohle verteilt. Alle NABU-Gruppen des Oldenburger Landes ebenso wie alle NABU-Mitglieder über den Rundbrief des NABU-Landesverbandes wurden zur Beteiligung an der Einwendungs-Aktion aufgerufen. Die deutlich gestiegenen Besuche auf unseren Internetseiten im November und Dezember lassen auf eine rege Beteiligung schließen.


Hankhauser Moor in Gefahr
-Zur Vorgeschichte siehe bitte auch die Jahresberichte 2003 bis 2006-

Am 31.10.2007 fand im Kreishaus Westerstede eine Antragskonferenz zum Torfabbau im Hankhauser Moor statt. Die Fa. Deutsche Torf-Gesellschaft (DTG) aus Scharrel hatte diesen sogenannten Scopingtermin beantragt und dabei Unterlagen zum Torfabbau über 200 ha vorgelegt, die sie zu Beginn der Konferenz mit entsprechenden Unterlagen auf 230 ha erweiterte und den Trägern öffentlicher Belange sowie den Verbänden vorstellte. Betroffen vom Abbau sind danach Flächen westlich des Kolonatswegs zwischen Loren-, Birken- und Wittenmoordamm, östlich des Kolonatswegs zu ca. 60 % die Fläche zwischen Eggerkingsweg und bis in die Nähe des Wittenmoordamms. Westlich der Schanze soll vorerst ein breiter, sehr tief gelegener Streifen ausgenommen bleiben.
Während der Konferenz wurde von seiten des Landkreises deutlich gemacht, dass die Flächen im Hankhauser Moor nach dem geltenden Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) weiterhin nachrangig für den Torfabbau vorgesehen sind und somit ein entsprechender Antrag nur über ein Zielabweichungsverfahren bzw. eine nochmalige Korrektur des RROP in bezug auf die Abbaupriorität (beides bedarf der Zustimmung des Kreistages) Aussicht auf Erfolg haben könne. Die Träger öffentlicher Belange und die Verbände (der NABU Rastede war durch seinen 1. Vorsitzenden vertreten) trugen ihre Ablehnung bzw. Bedenken zum Abbauvorhaben vor und stellten weitere weitreichende Forderungen, insbesondere wasserwirtschaftlicher Art, an die von der Torfgesellschaft vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie (UVS). Mit diesen für die DTG nicht gerade ermutigenden Ergebnissen wurde die Antragskonferenz beendet.

Die DTG hat im Laufe des vierten Quartals 2007 einen offiziellen Antrag beim Landkreis Ammerland gestellt und will die in der Antragskonferenz vorgetragenen Argumente gegen den Torfabbau entkräften. Ob ihr das gelingen wird, bleibt dem weiteren Verfahren vorbehalten. Der NABU Rastede wird weiterhin entschieden für die Erhaltung des Hankhauser Moores in der jetzigen Form eintreten.


Zersiedelung der Rasteder Geestranddörfer

Zwischen den Ammerländer Gemeinden tobt seit längerem ein Wettlauf um bauwillige Neubürger und ansiedlungswillige Firmen. Alle noch verfügbaren freien Flächen werden als Baugebiete aufgeboten, um die vorgezeichnete demografische Bevölkerungsentwicklung hinauszuschieben bzw. zu kompensieren. In Rastede werden dabei immer dann panikartige Reaktionen sichtbar, wenn die Einwohnerzahl in die Nähe von 20.000 sinkt oder gar darunter abzustürzen droht. An dieser Zahl scheint die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde wie am seidenen Faden zu hängen.

Hankhausen, Loyer Weg: hier ist eine "Lückenbebauung" im LSG geplant...

Das 2007 erstellte Gutachten zur Gemeindeentwicklung kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass selbst bei einem „aktiv nutzerorientierten Baulandangebot“ mit neuen Baugebieten die Bevölkerung bis 2020 um 4% abnehmen wird. Bei einer Beschränkung auf die Bebauung vorhandener Lücken würde der Bevölkerungsrückgang minus 6% betragen. Dieser Unterschied ist u. E. so minimal, dass er eine Vernachlässigung landschaftlicher und naturräumlicher Gesichtspunkte bei der künftigen Planung nicht begründen kann.
In jüngster Zeit greift die Gemeinde nun sogar auf Flächen im Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Rasteder Geestrand" zurück. Betroffen davon sind die Ortsteile Loy, Barghorn und Hankhausen. Hier wird versucht, die Ränder des LSG für attraktive Bauplätze zu vereinnahmen. Der NABU hat diese Politik in einer formellen Stellungnahme an den Landkreis heftig kritisiert. Wir wollen dem Ausverkauf der Landschaft nicht tatenlos zusehen. Auch die überwiegende Zahl der Bürger in Loy (Bürgerverein Loy/Barghorn) und eine Bürgerinitiative in Hankhausen sprechen sich gegen die Expansionspläne der Gemeinde aus. In Hankhausen hat es bereits eine Unterschriftenaktion gegen die Pläne der Gemeinde sowie entsprechende Anfragen bei der Bürgerfragestunde des Gemeinderates gegeben.
Der Landkreis als Genehmigungsbehörde stellt seine Bedenken zurück und begründet dies mit dem verfassungsmäßig festgelegten Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden. Dabei könnte er es sich leichter machen, wenn Landschaftsschutzgebiete konsequent geschützt blieben und nicht bei nächstbester Gelegenheit zur Verfügungsmasse der Gemeinden würden.

Wiese in Loy, Hankhauser Weg/Ecke Dorfstraße: hier sollen 1-2 Wohnhäuser entstehen...
Fotos: H. Lobensteiner

Die Vergangenheit hat auf schmerzhafte Weise gezeigt, dass sich Fehler wie bei der Uferbebauung des LSG „Zwischenahner Meer“ nicht wiederholen dürfen. Noch anläßlich einer 1999 von allen Ammerländer Verbänden mitgetragenen "Bereinigung" von LSG im Ammerland wurde vom heutigen Landrat versichert, dass künftig eine restriktive Handhabung bei Ausnahmegenehmigungen in LSG eingeschlagen werden soll. Das ist aber offenbar schon lange her - Zeit, die Verantwortlichen daran zu erinnern!


Nistkastenaktion im Rasteder Schloßpark
Auf Initiative des Rasteders Heiko Glave sind 2006 in Zusammenarbeit mit der Sägerei Brötje von einer Schülergruppe der KGS Rastede unter Leitung des Werklehrers Gerold Dmitriew 30 Nistkästen für höhlenbrütende Vögel hergestellt worden. Die im Schloßpark

Heiko Glave im Schlosspark

angebrachten Nistkästen mußten in diesem Jahr von den Nistrückständen gereinigt werden. Zusammen mit der Nistkasten-AG des NABU wurde eine Reinigungsaktion im November 2007 durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass 27 der Kästen angenommen worden waren, das sind sehr gute 90 %. Sie waren, nach den Nestbaumaterialien zu urteilen, überwiegend von Meisen (Blau-, Kohl-, Tannen- und Sumpfmeisen), aber auch von einem Kleiber und einem Trauerschnäpper besetzt worden. Im Zuge dieser Aktion wurden von den NABU-Helfern weitere 24 von den KGS-Schülern gefertigte Nistkästen im Schloßpark angebracht. In 2008 ist an eine Fortsetzung gedacht.




Exkursionen und Veranstaltungen

- Die schon zur Tradition gewordene Fahrt zu den arktischen Wildgänsen in die Jader Marsch wurde Ende Januar durch einen abendlichen Lichtbildervortrag zum Thema „Vögel im Winter – die große Völkerwanderung“ eingeleitet. Die sonntägliche Exkursion litt unter extrem schlechtem Wetter, was sich auch in den Teilnehmerzahlen ausdrückte (7). Ornithologisch war die Exkursion äußerst ergiebig, wurden doch ca. 6-7.000 Nonnengänse, vermischt mit einigen Blessgänsen, auf den Wiesen bei Jaderaltendeich entdeckt. An der Ölstrasse konnten ein Rotmilan, eine Kornweihe, 20 Bussarde, 150 Pfeifenten, 4 Gänsesäger und 20 Gr. Brachvögel beobachtet werden. Ein interessantes Schauspiel bot sich den Teilnehmern am Sielhaus: dort verschlang ein Gänsesägerweibchen einen soeben gefangenen größeren Fisch vor ihren Augen. Am Wapeler Siel waren dann noch 30 Graugänse, 50 Pfeifenten, 4 Krickenten, 6 Gänsesäger sowie eine Kornweihe zu beobachten.

Frühmorgens auf dem Denkmalsplatz...

- Mit 35 (!) Teilnehmern war die frühmorgendliche Wanderung am 22. April durch den Rasteder Schloßpark außergewöhnlich gut besucht. Die frühe Belaubung erlaubte es gerade noch, viele der einheimischen Brutvogelarten zu beobachten und zu bestimmen. Für die Teilnehmer von großem Unterhaltungswert war eine Verfolgungsjagd von zwei Mandarinenten in den Baumkronen beim Dressurviereck.

- Die zentrale Veranstaltung zum „Sonntag für den Naturschutz“ im Ammerland in Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Alfred-Töpfer-Stiftung und NDR1 Niedersachsen fand am 20. Mai im Bauhof der Ammerländer Wasseracht in Apermarsch statt. Der Arbeitskreis Naturschutz beim Landkreis, in dem auch der NABU mitarbeitet, und die Ammerländer Verbände gaben in z. T. mühevoller Kleinarbeit einen Einblick in ihre Arbeit. Wie in den zurückliegenden Veranstaltungen dieser Art waren Wetter und Besucherzahlen hervorragend. Der gemeinsame Stand von NABU und NAJU Rastede wurde mit seiner Ausstellung zum Steinkauz stark frequentiert.

- Das Fledermaus-Kinderfest am Ellernteich litt unter dem abendlichen Sonntagstermin (s. unter Naturschutzjugend) und mußte wegen mangelnder Beteiligung ausfallen.

- Der Spaziergang durch das NABU-Paradies im Loyer Moor war bei strahlendem Sonnenschein und großer Teilnehmerzahl ein voller Erfolg.

- Die (Rad-)Exkursion vom Rasteder Hirschtor in das NSG Gellener Torfmöörte war unter der Führung des dortigen Landschaftswarts Kay Fuhrmann eine für alle Teilnehmer (14) hochinteressante Veranstaltung. Höhepunkte waren neben dem Einfangen und Bestimmen von Libellen, der Beobachtung von Vögeln die Betrachtung von Torfmoosen und der üppigen Sumpfcalla-Vegetation.

- Die evang. Akademie Oldenburg veranstaltete in der HVHS Rastede eine Wochenend-Kinderakademie unter dem Naturerlebnis-Gesichtspunkt. Den Kindern ab 9 Jahren wurde in einem zweistündigen Waldspaziergang die Natur des Schloßparks nähergebracht. Wegen der großen Teilnehmerzahl mußten sogar zwei Gruppen gebildet werden.

- Zwei zusätzliche Gruppenführungen in die NSG Gellener Torfmöörte und Barkenkuhlen im August zeigen das wachsende Interesse in der Bevölkerung an diesen gefährdeten, hochsensiblen letzten noch lebenden Hochmoorstandorten unserer Region.

- Die letzte Veranstaltung des Jahres „Naturerlebnis Wattenmeer“ mußte wegen der ungünstigen Tidebedingungen auf einen Sonnabendmittag gelegt werden. Die Folge war, dass nur die NABU-Vertreter an den Jadebusen fuhren. Künftig wird diese Veranstaltung nur angeboten, wenn es die Tidezeiten sonntags zulassen.


Artenschutzaktivitäten


-Krötenwanderung

Auch 2007 ist Ende Februar zum Schutz der unter Naturschutz stehenden Kröten, Frösche und Molche ein Fangzaun an der Parkstraße in Hankhausen vom Bauhof der Gemeinde aufgestellt worden. In eingegrabenen Eimern sind so die in den Wäldern des Eichenbruchs überwinternden Amphibien auf dem gefahrvollen Weg zu ihrem Laichgewässer gefangen und zu ihrem Schutz über die Parkstrasse getragen worden. Leider wurde der z. T. sehr windempfindliche Schutzzaun Dutzenden Kröten zum Verhängnis.
Erstmals wurde die Straße "Am Eichenbruch" in der Zeit vom 15. Febr. bis 15. April zur Zeit der Amphibienwanderung von abends 19.00 bis morgens 07.00 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Absperreinrichtungen hat sich diese Maßnahme insgesamt bewährt. Die eigentlich dort unberechtigt durchfahrenden Autofahrer haben die Absperrung offenbar akzeptiert. Es wurden keine überfahrenen Tiere gefunden. Einziger Nachteil: es besteht keine Möglichkeit mehr, die Wanderungsbewegungen der Amphibien zu kontrollieren und dokumentieren. Dank gilt den ehrenamtlichen Helfern Frau Heinemann und Herrn Kuper für ihren frühmorgendlichen Einsatz. Ohne diese Hilfsaktionen würden Hunderte der geschützten Tiere vom Autoverkehr überrollt. Das lokale Aussterben wäre dann die langfristige Folge.
An der Parkstraße wurden 1.054 Tiere gezählt, deutlich weniger als in den Vorjahren. Es handelte sich dabei um:

850 Erdkröten
168 Grasfrösche
36 Teichmolche


Diese Zahlen sind die tatsächlich gezählten. Die von Kindern und Tierfreunden mit den Eimern über die Strasse getragenen Amphibien konnten dabei nicht ermittelt werden.


-Schleiereulenschutz

Schleiereule

Die Schleiereulen haben 2007 im Oldenburger Land einen noch vor wenigen Jahren nicht für möglich gehaltenen "Geburtenrekord" aufgestellt. Nach der vorsichtigen Schätzung des NABU-Experten für Schleiereulen, Hansjürgen Festerling, der insgesamt etwa 250 Schleiereulen-Nistkästen im Oldenburger Land betreut (!), sind 550 - 600 junge Schleiereulen großgezogen worden. Begünstigt wurde dieser Erfolg durch ein sehr gutes Mäusejahr. Schleiereulen ernähren sich und ihren Nachwuchs zu über 90 % von Mäusen jeder Art. Nachdem das Vorjahr mit 10 jungen Schleiereulen in den beiden NABU-kontrollierten Nistkästen als gutes Schleiereulenjahr bezeichnet werden kann, sind in diesem Jahr 19 junge Schleiereulen geschlüpft. Das ist auch in Rastede das bisher beste Ergebnis.


-Steinkauzschutz

Steinkauz mit Beute

Die zwei Brutröhren in Neusüdende werden wahrscheinlich deshalb vom Steinkauz nicht angenommen, weil einer seiner ärgsten Feinde, der Waldkauz, in einem unmittelbar anschließenden Waldstück sein Revier hat. Diese Erkenntnis zwingt uns dazu, die Brutröhren zur nächsten Brutsaison in ein geeigneteres Habitat umzusetzen.


-Fledermausschutz
Vom Landesverband des NABU wurde der Ortsgruppe Rastede 30 Bausätze für Fledermaus-Flachkästen zur Verfügung gestellt. Diese werden von interessierten Schülern der KGS Rastede unter Anleitung ihres Werklehrers Gerold Dmitriew zusammengebaut und im Frühjahr 2008 vom NABU im Rasteder Schloßpark an ausgesuchten, fledermausgeeigneten Standorten angebracht.


Naturschutzjugend (NAJU)
Das Fledermaus-Kinderfest der NAJU am Ellernteich mußte am „Sonntag für den Naturschutz“ (20. Mai) leider wegen mangelnder Beteiligung ausfallen. Wie wir von einigen Eltern hörten, sei der Sonntag wegen des Schulbeginns am Montag unglücklich gewählt. Wir werden das künftig berücksichtigen.


Jahreshauptversammlung am 19. April 2007
Die Jahreshauptversammlung in der evangelischen Heimvolkshochschule Rastede wurde dem Vorstand nach Abgabe des Jahres- und Kassenberichts durch den 1. Vorsitzenden Entlastung erteilt. Die Kassenprüfung ergab keine Beanstandungen. Neuwahlen standen nicht an. Es schloß sich eine Diskussion über anstehende und künftige Projekte an.


Verbandsbeteiligung
Wie in den Vorjahren erforderte die Verbandsbeteiligung für Bauvorhaben im Außenbereich im Landkreis Ammerland nach Bundes- und Landesnaturschutzgesetz einen erheblichen Zeitaufwand. Ein Beispiel sei herausgegriffen: ein Bauantrag für den Neubau eines landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebes mit Boxenlaufstall, Futtermittelsilo, Wohnhaus usw. und mit einer versiegelten Grundfläche von 9.170 m² am Rande der Haarenniederung in Westerholtsfelde (Gemeinde Bad Zwischenahn) wurde aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes abgelehnt. In einer bisher weitgehend unbelasteten Landschaft würden die Gebäudemassen eines Hofes eine nach dem Nieders. Naturschutzgesetz und dem Bundesbaugesetz unzulässige Beeinträchtigung des Landschaftsbildes darstellen. Ob die Privilegierung der Landwirtschaft hier Vorrang genießen kann, muß ggf. auf dem Rechtsweg geklärt werden.


Dank an die Heimvolkshochschule Rastede
Dank für die freundliche Überlassung eines Tagungsraumes für die monatlichen Vorstandssitzungen gilt Leitung und Sekretariat der HVHS Rastede.

 

"Küstenautobahn" (A 22)
-s. auch Jahresberichte 2004, 2005 und 2006 bzw. unsere spezielle Internetseite-

Das Jahr 2007 brachte zwei Vorkonferenzen zum Raumordnungsverfahren zur A 22 diesseits und jenseits der Weser. Von den diversen Bürgerinitiativen zwischen Kehdinger Land und Ammerland wurde der Gedanke eines Schutz- und Klagefonds für den Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung im Planfeststellungsverfahren entworfen, an dessen finanziellem Grundstock sich nach dessen Gründung auch der NABU beteiligen wird. Es konnte in einem auch vom NABU begleiteten Auswahlverfahren ein namhafter Rechtsanwalt mit entsprechenden Spezialkenntnissen gewonnen werden.
Im Rahmen einer Pressekonferenz in Jaderberg und einer Bürgerversammlung in Spohle konnte die Position des NABU in einem Rundfunk- und Fernsehbeitrag einem breiteren Publikum deutlich gemacht werden.
Nachdem die Planungsunterlagen zum Raumordnungsverfahren (ROV) zur A 22 vom 1. Nov. 2007 an in den Rathäusern der Anliegergemeinden öffentlich ausgelegt worden waren, konnte jeder Bürger bis zum 15. Dez. 2007 seine generellen Bedenken und/oder seine persönliche Betroffenheit in einer Eingabe geltend machen. Auch im Internet unter www.kuestenautobahn.info konnten die Unterlagen eingesehen werden. Der NABU Rastede stellte Kritikern der A 22 den Entwurf einer allgemein gehaltenen Einwendung in einer PDF-Datei zum Ausdrucken vor, der unverändert oder als Anregung für eigene Einwendungen verwendet werden konnte. Der Entwurf wurde auch bei einer Bürgerversammlung in Spohle verteilt. Alle NABU-Gruppen des Oldenburger Landes ebenso wie alle NABU-Mitglieder über den Rundbrief des NABU-Landesverbandes wurden zur Beteiligung an der Einwendungs-Aktion aufgerufen. Die deutlich gestiegenen Besuche auf unseren Internetseiten im November und Dezember lassen auf eine rege Beteiligung schließen.


Hankhauser Moor in Gefahr
-Zur Vorgeschichte siehe bitte auch die Jahresberichte 2003, 2004, 2005 und 2006-

Am 31.10.2007 fand im Kreishaus Westerstede eine Antragskonferenz zum Torfabbau im Hankhauser Moor statt. Die Fa. Deutsche Torf-Gesellschaft (DTG) aus Scharrel hatte diesen sogenannten Scopingtermin beantragt und dabei Unterlagen zum Torfabbau über 200 ha vorgelegt, die sie zu Beginn der Konferenz mit entsprechenden Unterlagen auf 230 ha erweiterte und den Trägern öffentlicher Belange sowie den Verbänden vorstellte. Betroffen vom Abbau sind danach Flächen westlich des Kolonatswegs zwischen Loren-, Birken- und Wittenmoordamm, östlich des Kolonatswegs zu ca. 60 % die Fläche zwischen Eggerkingsweg und bis in die Nähe des Wittenmoordamms. Westlich der Schanze soll vorerst ein breiter, sehr tief gelegener Streifen ausgenommen bleiben.
Während der Konferenz wurde von seiten des Landkreises deutlich gemacht, dass die Flächen im Hankhauser Moor nach dem geltenden Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) weiterhin nachrangig für den Torfabbau vorgesehen sind und somit ein entsprechender Antrag nur über ein Zielabweichungsverfahren bzw. eine nochmalige Korrektur des RROP in bezug auf die Abbaupriorität (beides bedarf der Zustimmung des Kreistages) Aussicht auf Erfolg haben könne. Die Träger öffentlicher Belange und die Verbände (der NABU Rastede war durch seinen 1. Vorsitzenden vertreten) trugen ihre Ablehnung bzw. Bedenken zum Abbauvorhaben vor und stellten weitere weitreichende Forderungen, insbesondere wasserwirtschaftlicher Art, an die von der Torfgesellschaft vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie (UVS). Mit diesen für die DTG nicht gerade ermutigenden Ergebnissen wurde die Antragskonferenz beendet.

Die DTG hat im Laufe des vierten Quartals 2007 einen offiziellen Antrag beim Landkreis Ammerland gestellt und will die in der Antragskonferenz vorgetragenen Argumente gegen den Torfabbau entkräften. Ob ihr das gelingen wird, bleibt dem weiteren Verfahren vorbehalten. Der NABU Rastede wird weiterhin entschieden für die Erhaltung des Hankhauser Moores in der jetzigen Form eintreten.


Zersiedelung der Rasteder Geestranddörfer

Zwischen den Ammerländer Gemeinden tobt seit längerem ein Wettlauf um bauwillige Neubürger und ansiedlungswillige Firmen. Alle noch verfügbaren freien Flächen werden als Baugebiete aufgeboten, um die vorgezeichnete demografische Bevölkerungsentwicklung hinauszuschieben bzw. zu kompensieren. In Rastede werden dabei immer dann panikartige Reaktionen sichtbar, wenn die Einwohnerzahl in die Nähe von 20.000 sinkt oder gar darunter abzustürzen droht. An dieser Zahl scheint die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde wie am seidenen Faden zu hängen.

Hankhausen, Loyer Weg: hier ist eine "Lückenbebauung" im LSG geplant...
Hankhausen, Loyer Weg: hier ist eine "Lückenbebauung" im LSG geplant...

Das 2007 erstellte Gutachten zur Gemeindeentwicklung kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass selbst bei einem „aktiv nutzerorientierten Baulandangebot“ mit neuen Baugebieten die Bevölkerung bis 2020 um 4% abnehmen wird. Bei einer Beschränkung auf die Bebauung vorhandener Lücken würde der Bevölkerungsrückgang minus 6% betragen. Dieser Unterschied ist u. E. so minimal, dass er eine Vernachlässigung landschaftlicher und naturräumlicher Gesichtspunkte bei der künftigen Planung nicht begründen kann.
In jüngster Zeit greift die Gemeinde nun sogar auf Flächen im Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Rasteder Geestrand" zurück. Betroffen davon sind die Ortsteile Loy, Barghorn und Hankhausen. Hier wird versucht, die Ränder des LSG für attraktive Bauplätze zu vereinnahmen. Der NABU hat diese Politik in einer formellen Stellungnahme an den Landkreis heftig kritisiert. Wir wollen dem Ausverkauf der Landschaft nicht tatenlos zusehen. Auch die überwiegende Zahl der Bürger in Loy (Bürgerverein Loy/Barghorn) und eine Bürgerinitiative in Hankhausen sprechen sich gegen die Expansionspläne der Gemeinde aus. In Hankhausen hat es bereits eine Unterschriftenaktion gegen die Pläne der Gemeinde sowie entsprechende Anfragen bei der Bürgerfragestunde des Gemeinderates gegeben.
Der Landkreis als Genehmigungsbehörde stellt seine Bedenken zurück und begründet dies mit dem verfassungsmäßig festgelegten Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden. Dabei könnte er es sich leichter machen, wenn Landschaftsschutzgebiete konsequent geschützt blieben und nicht bei nächstbester Gelegenheit zur Verfügungsmasse der Gemeinden würden.

Wiese in Loy, Hankhauser Weg/Ecke Dorfstraße: hier sollen 1-2 Wohnhäuser entstehen... Fotos: H. Lobensteiner
Wiese in Loy, Hankhauser Weg/Ecke Dorfstraße: hier sollen 1-2 Wohnhäuser entstehen... Fotos: H. Lobensteiner

Die Vergangenheit hat auf schmerzhafte Weise gezeigt, dass sich Fehler wie bei der Uferbebauung des LSG „Zwischenahner Meer“ nicht wiederholen dürfen. Noch anläßlich einer 1999 von allen Ammerländer Verbänden mitgetragenen "Bereinigung" von LSG im Ammerland wurde vom heutigen Landrat versichert, dass künftig eine restriktive Handhabung bei Ausnahmegenehmigungen in LSG eingeschlagen werden soll. Das ist aber offenbar schon lange her - Zeit, die Verantwortlichen daran zu erinnern!


Nistkastenaktion im Rasteder Schloßpark
Auf Initiative des Rasteders Heiko Glave sind 2006 in Zusammenarbeit mit der Sägerei Brötje von einer Schülergruppe der KGS Rastede unter Leitung des Werklehrers Gerold Dmitriew 30 Nistkästen für höhlenbrütende Vögel hergestellt worden. Die im Schloßpark

Heiko Glave im Schlosspark, Foto H. Lobensteiner
Heiko Glave im Schlosspark, Foto H. Lobensteiner

angebrachten Nistkästen mußten in diesem Jahr von den Nistrückständen gereinigt werden. Zusammen mit der Nistkasten-AG des NABU wurde eine Reinigungsaktion im November 2007 durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass 27 der Kästen angenommen worden waren, das sind sehr gute 90 %. Sie waren, nach den Nestbaumaterialien zu urteilen, überwiegend von Meisen (Blau-, Kohl-, Tannen- und Sumpfmeisen), aber auch von einem Kleiber und einem Trauerschnäpper besetzt worden. Im Zuge dieser Aktion wurden von den NABU-Helfern weitere 24 von den KGS-Schülern gefertigte Nistkästen im Schloßpark angebracht. In 2008 ist an eine Fortsetzung gedacht.




Exkursionen und Veranstaltungen

- Die schon zur Tradition gewordene Fahrt zu den arktischen Wildgänsen in die Jader Marsch wurde Ende Januar durch einen abendlichen Lichtbildervortrag zum Thema „Vögel im Winter – die große Völkerwanderung“ eingeleitet. Die sonntägliche Exkursion litt unter extrem schlechtem Wetter, was sich auch in den Teilnehmerzahlen ausdrückte (7). Ornithologisch war die Exkursion äußerst ergiebig, wurden doch ca. 6-7.000 Nonnengänse, vermischt mit einigen Blessgänsen, auf den Wiesen bei Jaderaltendeich entdeckt. An der Ölstrasse konnten ein Rotmilan, eine Kornweihe, 20 Bussarde, 150 Pfeifenten, 4 Gänsesäger und 20 Gr. Brachvögel beobachtet werden. Ein interessantes Schauspiel bot sich den Teilnehmern am Sielhaus: dort verschlang ein Gänsesägerweibchen einen soeben gefangenen größeren Fisch vor ihren Augen. Am Wapeler Siel waren dann noch 30 Graugänse, 50 Pfeifenten, 4 Krickenten, 6 Gänsesäger sowie eine Kornweihe zu beobachten.

Frühmorgens auf dem Denkmalsplatz...
Frühmorgens auf dem Denkmalsplatz...

- Mit 35 (!) Teilnehmern war die frühmorgendliche Wanderung am 22. April durch den Rasteder Schloßpark außergewöhnlich gut besucht. Die frühe Belaubung erlaubte es gerade noch, viele der einheimischen Brutvogelarten zu beobachten und zu bestimmen. Für die Teilnehmer von großem Unterhaltungswert war eine Verfolgungsjagd von zwei Mandarinenten in den Baumkronen beim Dressurviereck.

- Die zentrale Veranstaltung zum „Sonntag für den Naturschutz“ im Ammerland in Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Alfred-Töpfer-Stiftung und NDR1 Niedersachsen fand am 20. Mai im Bauhof der Ammerländer Wasseracht in Apermarsch statt. Der Arbeitskreis Naturschutz beim Landkreis, in dem auch der NABU mitarbeitet, und die Ammerländer Verbände gaben in z. T. mühevoller Kleinarbeit einen Einblick in ihre Arbeit. Wie in den zurückliegenden Veranstaltungen dieser Art waren Wetter und Besucherzahlen hervorragend. Der gemeinsame Stand von NABU und NAJU Rastede wurde mit seiner Ausstellung zum Steinkauz stark frequentiert.

- Das Fledermaus-Kinderfest am Ellernteich litt unter dem abendlichen Sonntagstermin (s. unter Naturschutzjugend) und mußte wegen mangelnder Beteiligung ausfallen.

- Der Spaziergang durch das NABU-Paradies im Loyer Moor war bei strahlendem Sonnenschein und großer Teilnehmerzahl ein voller Erfolg.

- Die (Rad-)Exkursion vom Rasteder Hirschtor in das NSG Gellener Torfmöörte war unter der Führung des dortigen Landschaftswarts Kay Fuhrmann eine für alle Teilnehmer (14) hochinteressante Veranstaltung. Höhepunkte waren neben dem Einfangen und Bestimmen von Libellen, der Beobachtung von Vögeln die Betrachtung von Torfmoosen und der üppigen Sumpfcalla-Vegetation.

- Die evang. Akademie Oldenburg veranstaltete in der HVHS Rastede eine Wochenend-Kinderakademie unter dem Naturerlebnis-Gesichtspunkt. Den Kindern ab 9 Jahren wurde in einem zweistündigen Waldspaziergang die Natur des Schloßparks nähergebracht. Wegen der großen Teilnehmerzahl mußten sogar zwei Gruppen gebildet werden.

- Zwei zusätzliche Gruppenführungen in die NSG Gellener Torfmöörte und Barkenkuhlen im August zeigen das wachsende Interesse in der Bevölkerung an diesen gefährdeten, hochsensiblen letzten noch lebenden Hochmoorstandorten unserer Region.

- Die letzte Veranstaltung des Jahres „Naturerlebnis Wattenmeer“ mußte wegen der ungünstigen Tidebedingungen auf einen Sonnabendmittag gelegt werden. Die Folge war, dass nur die NABU-Vertreter an den Jadebusen fuhren. Künftig wird diese Veranstaltung nur angeboten, wenn es die Tidezeiten sonntags zulassen.


Artenschutzaktivitäten


-Krötenwanderung

Auch 2007 ist Ende Februar zum Schutz der unter Naturschutz stehenden Kröten, Frösche und Molche ein Fangzaun an der Parkstraße in Hankhausen vom Bauhof der Gemeinde aufgestellt worden. In eingegrabenen Eimern sind so die in den Wäldern des Eichenbruchs überwinternden Amphibien auf dem gefahrvollen Weg zu ihrem Laichgewässer gefangen und zu ihrem Schutz über die Parkstrasse getragen worden. Leider wurde der z. T. sehr windempfindliche Schutzzaun Dutzenden Kröten zum Verhängnis.
Erstmals wurde die Straße "Am Eichenbruch" in der Zeit vom 15. Febr. bis 15. April zur Zeit der Amphibienwanderung von abends 19.00 bis morgens 07.00 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Absperreinrichtungen hat sich diese Maßnahme insgesamt bewährt. Die eigentlich dort unberechtigt durchfahrenden Autofahrer haben die Absperrung offenbar akzeptiert. Es wurden keine überfahrenen Tiere gefunden. Einziger Nachteil: es besteht keine Möglichkeit mehr, die Wanderungsbewegungen der Amphibien zu kontrollieren und dokumentieren. Dank gilt den ehrenamtlichen Helfern Frau Heinemann und Herrn Kuper für ihren frühmorgendlichen Einsatz. Ohne diese Hilfsaktionen würden Hunderte der geschützten Tiere vom Autoverkehr überrollt. Das lokale Aussterben wäre dann die langfristige Folge.
An der Parkstraße wurden 1.054 Tiere gezählt, deutlich weniger als in den Vorjahren. Es handelte sich dabei um:

850 Erdkröten
168 Grasfrösche
36 Teichmolche


Diese Zahlen sind die tatsächlich gezählten. Die von Kindern und Tierfreunden mit den Eimern über die Strasse getragenen Amphibien konnten dabei nicht ermittelt werden.



-Schleiereulenschutz

Die Schleiereulen haben 2007 im Oldenburger Land einen noch vor wenigen Jahren nicht für möglich gehaltenen "Geburtenrekord" aufgestellt. Nach der vorsichtigen Schätzung des NABU-Experten für Schleiereulen, Hansjürgen Festerling, der insgesamt etwa 250 Schleiereulen-Nistkästen im Oldenburger Land betreut (!), sind 550 - 600 junge Schleiereulen großgezogen worden. Begünstigt wurde dieser Erfolg durch ein sehr gutes Mäusejahr. Schleiereulen ernähren sich und ihren Nachwuchs zu über 90 % von Mäusen jeder Art. Nachdem das Vorjahr mit 10 jungen Schleiereulen in den beiden NABU-kontrollierten Nistkästen als gutes Schleiereulenjahr bezeichnet werden kann, sind in diesem Jahr 19 junge Schleiereulen geschlüpft. Das ist auch in Rastede das bisher beste Ergebnis.



Steinkauz mit Beute
Steinkauz mit Beute

-Steinkauzschutz

Die zwei Brutröhren in Neusüdende werden wahrscheinlich deshalb vom Steinkauz nicht angenommen, weil einer seiner ärgsten Feinde, der Waldkauz, in einem unmittelbar anschließenden Waldstück sein Revier hat. Diese Erkenntnis zwingt uns dazu, die Brutröhren zur nächsten Brutsaison in ein geeigneteres Habitat umzusetzen.


-Fledermausschutz
Vom Landesverband des NABU wurde der Ortsgruppe Rastede 30 Bausätze für Fledermaus-Flachkästen zur Verfügung gestellt. Diese werden von interessierten Schülern der KGS Rastede unter Anleitung ihres Werklehrers Gerold Dmitriew zusammengebaut und im Frühjahr 2008 vom NABU im Rasteder Schloßpark an ausgesuchten, fledermausgeeigneten Standorten angebracht.


Naturschutzjugend (NAJU)
Das Fledermaus-Kinderfest der NAJU am Ellernteich mußte am „Sonntag für den Naturschutz“ (20. Mai) leider wegen mangelnder Beteiligung ausfallen. Wie wir von einigen Eltern hörten, sei der Sonntag wegen des Schulbeginns am Montag unglücklich gewählt. Wir werden das künftig berücksichtigen.


Jahreshauptversammlung am 19. April 2007
Die Jahreshauptversammlung in der evangelischen Heimvolkshochschule Rastede wurde dem Vorstand nach Abgabe des Jahres- und Kassenberichts durch den 1. Vorsitzenden Entlastung erteilt. Die Kassenprüfung ergab keine Beanstandungen. Neuwahlen standen nicht an. Es schloß sich eine Diskussion über anstehende und künftige Projekte an.


Verbandsbeteiligung
Wie in den Vorjahren erforderte die Verbandsbeteiligung für Bauvorhaben im Außenbereich im Landkreis Ammerland nach Bundes- und Landesnaturschutzgesetz einen erheblichen Zeitaufwand. Ein Beispiel sei herausgegriffen: ein Bauantrag für den Neubau eines landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebes mit Boxenlaufstall, Futtermittelsilo, Wohnhaus usw. und mit einer versiegelten Grundfläche von 9.170 m² am Rande der Haarenniederung in Westerholtsfelde (Gemeinde Bad Zwischenahn) wurde aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes abgelehnt. In einer bisher weitgehend unbelasteten Landschaft würden die Gebäudemassen eines Hofes eine nach dem Nieders. Naturschutzgesetz und dem Bundesbaugesetz unzulässige Beeinträchtigung des Landschaftsbildes darstellen. Ob die Privilegierung der Landwirtschaft hier Vorrang genießen kann, muß ggf. auf dem Rechtsweg geklärt werden.


Dank an die Heimvolkshochschule Rastede
Dank für die freundliche Überlassung eines Tagungsraumes für die monatlichen Vorstandssitzungen gilt Leitung und Sekretariat der HVHS Rastede.

 

Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Hahn-Lehmden und und und: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?
Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Hahn-Lehmden und und und: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?

Die Feldlerche: Vogel des Jahres 2019

Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !
Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !

Hankhauser Moor: Über Torfab-bau entscheidet das Gericht !

Umweltausschuss am 10.10.: Die LSG-Verordnung wird vorerst zurückgestellt!
Umweltausschuss am 10.10.: Die LSG-Verordnung wird vorerst zurückgestellt!

Windparks im Norden Rastedes: Stellungnahme unter "Aktuelles"

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)

Klage gegen den Planfeststel-lungsbeschluss des ersten Abschnitts ist eingereicht!

Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)

Erschreckend: In 30 Jahren ver- schwanden 3/4 unserer Insekten

Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)
Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)

Rastedes Verstädterung setzt sich ungebremst fort !

Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung des Amphibienteiches an der Parkstrasse!
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung des Amphibienteiches an der Parkstrasse!

Willkommen Wolf ?

Im Ammerland hat er leidvolle Erfahrungen gemacht: s. Stellungnahme des NABU-Landesverbandes Nds.,  Foto: C. Bosch
Im Ammerland hat er leidvolle Erfahrungen gemacht: s. Stellungnahme des NABU-Landesverbandes Nds., Foto: C. Bosch

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NABU-Vogelführer online und als kostenlose Handy-App
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