Rasteder Schlosspark nur noch Wirtschaftswald ?

Der jährlicher Holzeinschlag deutet darauf hin !

Holzeinschlag im Schlosspark 2012
Holzeinschlag im Schlosspark 2012

Der Holzverbrauch in Deutschland steigt seit der Klimadebatte ins Uferlose und ist seit 2002 um mehr als 40 % gestiegen, weil viele private Verbraucher einen Teil ihres Wärmeenergiebedarfs mit klimafreundlichen nachwachsenden Rohstoffen decken wollen. Auch in Blockheizkraftwerken wird zunehmend Holz eingesetzt. Unseren Wäldern wird bereits jetzt mehr Holz entnommen als nachwächst. Da die Flächen in Deutschland und Europa nicht ausreichen und die Produktion teuer ist, wird zunehmend auch Holz massenhaft aus Übersee importiert. Das Verbrennen von Holz zur Energiegewinnung wird staatlicherseits subventioniert. Um den Energieverbrauch zu senken, wäre die energetische Gebäudesanierung viel sinnvoller. Gleichzeitig würde man damit unsere Wälder schonen. Der Bundestag hat übrigens mit Zustimmung aller Parteien in seiner Biodiversitätsstrategie beschlossen, bis 2020 10 % der staatlichen Wälder und 5 % aller Wälder unter Schutz zu stellen.

Tiefe Fahrspuren durch Erntemaschinen, Fotos H. Lobensteiner
Tiefe Fahrspuren durch Erntemaschinen, Fotos H. Lobensteiner

Für den Rasteder Schlosspark hat der Energiehunger sichtbare Folgen. Neben einer sinnvollen Durchforstung beobachten Besucher des Schlossparks in den letzten Jahren im Winterhalbjahr bis ins späte Frühjahr einen vermehrten, über das normale Maß hinausgehenden Holzeinschlag. Insbesondere wertvolle, ältere über 100jährige Bäume sind davon betroffen. Sie erbringen den größten Ertrag für das Haus Oldenburg. Das eingesetzte „Erntegerät“, ein Harvester, der die Bäume absägt, entastet und in handliche Stücke schneidet, hinterläßt tiefe Spuren im Waldboden. Neben der Verdichtung des Waldbodens sind 2011 auch wertvolle Bereiche, wie ein Schlüsselblumenfeld, vernichtet worden. Riesige Holzstapel künden auch in diesem Frühjahr von der Arbeit des Vollernters. Und das nach dem „Internationalen Jahr der Wälder“ 2011! Der Rasteder Schlosspark kann seine wichtige Funktion als Kohlendioxidspeicher aber nur dann wahrnehmen, wenn er schonend und ökologisch bewirtschaftet und nicht übernutzt wird!

Auf 100 neue Nistkästen können sich die Schloßparkvögel freuen

Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung der Holzbeton-Nistkästen f. d. Schlosspark
Vielen Dank an BINGO für die Finanzierung der Holzbeton-Nistkästen f. d. Schlosspark

Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Hahn-Lehmden und und und: Wie ist der Bau- wahn in Rastede zu stoppen?
Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Hahn-Lehmden und und und: Wie ist der Bau- wahn in Rastede zu stoppen?

Die Feldlerche: Vogel des Jahres 2019

Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !
Bei uns längst zur Rarität geworden und akut vor dem lokalen Aussterben !

Hankhauser Moor: Über Torfab-bau entscheidet das Gericht !

Umweltausschuss am 10.10.: Die LSG-Verordnung wird vorerst zurückgestellt!
Umweltausschuss am 10.10.: Die LSG-Verordnung wird vorerst zurückgestellt!

Windparks im Norden Rastedes: Stellungnahme unter "Aktuelles"

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)

Aussetzung des Sofortvollzugs f. d. 1. Abschnitt WST-Jaderberg durch eine Privatklage

Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)

Erschreckend: In 30 Jahren ver- schwanden 3/4 unserer Insekten

Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)
Lesenswerter Kommentar dazu von Förster Sönke Hofmann im Weserkurier (23.12.)

Rastedes Verstädterung setzt sich ungebremst fort !

Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz
Baugebiet auf Sickerflächen im Göhlen, s. NABU-Stellungnahme, Foto Silke Lorenz

NABU-TV auf Youtube

NABU-Vogelführer online und als kostenlose Handy-App
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NATURSCHUTZ heute Online
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Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen "action for nature" Mehr

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